SCHWEIZER FERNSEHEN – STERNSTUNDE: Auf die Finanz- und Bankenkrise folgte die Eurokrise. 750 Milliarden Euro haben die Europäische Union und der Internationale Währungsfonds hochverschuldeten Euro-Ländern zur Verfügung gestellt. Das Unbehagen vieler Menschen gegenüber dem Kapitalismus hat zugenommen. Wie sicher ist das Finanzsystem? Sollen Bankenboni auch in Krisenzeiten in gewohnter Höhe ausbezahlt werden? Der deutsche Wirtschaftsethiker Ulrich Thielemann kritisiert die weitverbreitete Marktgläubigkeit und fordert einen Wandel von der «Hofierung zur Moderierung des Kapitals».
Democracy is an illusion! It’s become a political system fostered by the élite, for the élite, in order to fool the people that they have a stake in the system. In actual fact, they have virtually none. The whole political system in the modern era, despite having noble beginnings, is now used to benefit the few at the expense of the many. – Mark Alexander, June 29, 2018
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August 10, 2010
SCHWEIZER FERNSEHEN – STERNSTUNDE: Auf die Finanz- und Bankenkrise folgte die Eurokrise. 750 Milliarden Euro haben die Europäische Union und der Internationale Währungsfonds hochverschuldeten Euro-Ländern zur Verfügung gestellt. Das Unbehagen vieler Menschen gegenüber dem Kapitalismus hat zugenommen. Wie sicher ist das Finanzsystem? Sollen Bankenboni auch in Krisenzeiten in gewohnter Höhe ausbezahlt werden? Der deutsche Wirtschaftsethiker Ulrich Thielemann kritisiert die weitverbreitete Marktgläubigkeit und fordert einen Wandel von der «Hofierung zur Moderierung des Kapitals».
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April 27, 2010
ZEIT ONLINE: Die Pläne von US-Präsident Obama zur Regulierung des Finanzmarktes sind vorerst gestoppt: Die Republikaner stimmten im Senat gegen den Beginn des Gesetzgebungsverfahrens.
Die Reform der US-Finanzmärkte verzögert sich: Die Demokraten bekamen im Senat nicht die nötigen 60 Stimmen zusammen, um die Debatte über ihren entsprechenden Gesetzentwurf aufzunehmen. Allerdings kam das Ergebnis nicht überraschend – die Abstimmung galt von vornherein als eine Art Zwischenschritt. Denn aktuell laufen noch die Verhandlungen zwischen Demokraten und Republikanern über eine Kompromissformel. Bereits in dieser Woche könnte die Reform wieder Thema im Senat sein.
Gleichwohl zeigte sich US-Präsident Barack Obama in einer Erklärung "tief enttäuscht" vom Votum der Senatoren. Er griff die oppositionellen Republikaner scharf an, die geschlossen gegen die Eröffnung der Debatte stimmten. Diese verzögerten das Verfahren, um "hinter verschlossenen Türen, wo die Lobbyisten der Finanzwelt die Reform schwächen oder sogar kaputtmachen können, die Diskussionen weiter zu führen", erklärte er. Die Reform gehört zu Obamas wichtigsten innenpolitischen Vorhaben. >>> Zeit Online, dpa, AFP | Dienstag, 27. April 2010
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