BERLINER ZEITUNG: Donald Trump zieht gegen den Iran nicht zurück. An den Börsen steigt die Nervosität. Der gefürchtete „perfekte Sturm“ braut sich zusammen.
Seit dem US-Angriff auf den Iran wird immer öfter von einem „perfekten Sturm“ gesprochen, wird der „schwarze Schwan“ gesucht – also ein unvorhergesehenes Ereignis, das einen Absturz auslöst. Spekulanten mit Insider-Wissen beschleunigen Entwicklungen. Irgendwann erreicht der Irrsinn dann auch Haushalte, Familien und die reale Wirtschaft.
Donald Trump hat mit seiner Rede am Donnerstag klargemacht, dass er nicht daran denkt zu deeskalieren. Der amerikanische Präsident kündigte an, den Iran in den kommenden Wochen „extrem hart“ zu treffen. Er machte damit die Hoffnung auf ein Ende des Kriegs im Nahen Osten zunichte.
Mehrere US-Geheimdienste sollen laut New York Times in den vergangene [sic] Tagen zu dem Schluss gekommen sein, dass die iranische Regierung nicht bereit sei, substanzielle Verhandlungen aufzunehmen. Trump sagte, Washington werde seine Kriegsziele „sehr bald“ erreichen. Und weiter in der ihm eigenen unflätigen Sprache: „Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen. Wir werden sie in die Steinzeit zurückversetzen, dorthin, wo sie hingehören.“ Zugleich sagte er den amerikanischen Verbündeten, sie müssten „die Führung übernehmen“, um die Straße von Hormus wieder für Öllieferungen zu öffnen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erteilte der Forderung Trumps am Donnerstag postwendend eine Abfuhr. Es sei nicht möglich, die Straße mit militärischer Gewalt offenzuhalten, sagte Macron während eines Staatsbesuchs in Südkorea. » | Michael Maier | Donnerstag, 2. April 2026
Democracy is an illusion! It’s become a political system fostered by the élite, for the élite, in order to fool the people that they have a stake in the system. In actual fact, they have virtually none. The whole political system in the modern era, despite having noble beginnings, is now used to benefit the few at the expense of the many. – Mark Alexander, June 29, 2018
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April 02, 2026
March 06, 2026
Wie Trumps Iran-Krieg die nächste Finanzkrise auslösen könnte
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Sandra Navidi
August 31, 2016
Reich gegen Arm - Die Gewinner der Krise – Doku
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March 22, 2013
HANDELSBLATT: Russland lehnt weitere finanzielle Hilfen für den Krisenstaat vorerst ab. Es gäbe kein Interesse an den Vorschlägen des zyprischen Finanzministers, so die Russen. Ein endgültiges Nein ist dies aber wohl nicht.
Moskau Russland verwehrt dem krisengeschüttelten EU-Mitglied Zypern vorerst neue Finanzhilfen. Es gebe kein Interesse an den Vorschlägen des zyprischen Finanzministers Michalis Sarris, sagte dessen russischer Amtskollege Anton Siluanow am Freitag der Agentur Interfax zufolge.
Regierungschef Dmitri Medwedew deutete nach einem Treffen mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso aber an, dass ein künftiges Engagement Moskaus nicht auszuschließen sei. Kommentatoren gehen davon aus, dass Russland durch eine Verschärfung der Krise auf Zypern hofft, am Ende doch noch billiger an Vermögenswerte des Inselstaates zu kommen. » | dpa | Freitag, 22. März 2013
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March 21, 2013
DIE ZEIT: Es sieht immer mehr danach aus, als würde Zypern in die Staatspleite schlittern. Für die Euro-Zone wären die Folgen wohl beherrschbar – auf der Insel hingegen würde binnen Tagen das Chaos ausbrechen.
Der fünfte Tag der großen Krise der kleinen Mittelmeerinsel war ein seltsamer. Auf der einen Seite hieß es für die Regierungsvertreter in Europas Hauptstädten: warten. Warten auf den neuen "Plan B" aus Zypern, nachdem das erste Rettungspaket für die klamme Mittelmeerinsel so krachend gescheitert war. Ob die EZB und die Troika diese Pläne akzeptieren, war am Abend nicht klar.
Auf der anderen Seite herrschte hektische Betriebsamkeit. Denn mittlerweile hat sich die Lage rund um Zypern so zugespitzt, dass sich die Euro-Zone auf das Schlimmste vorbereitet: eine Pleite und einen Euro-Austritt des Landes. » | Von Martin Greive | Donnerstag, 21. März 2013
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June 21, 2012
Zum Teil in Schweizerdeutsch (Schwyzertüütsch) übertragen.
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June 04, 2012
SUEDDEUTSCHE ZEITUNG: Deutschland ist einsam und isoliert. Wider alle historische Erfahrung hält Kanzlerin Merkel dogmatisch an einer Sparpolitik fest, die Europa an den Abgrund geführt hat. Wenn der Euro und mit ihm der zweitgrößte Wirtschaftsraum der Welt zerfällt, dann wird das eine Krise auslösen, wie sie die heute lebenden Generationen noch nicht erlebt haben.Die Zeiten sind ernst, sehr ernst sogar. Wer hätte jemals auch nur davon geträumt, dass David Cameron die Regierungen der Euro-Gruppe dazu auffordern würde, endlich all ihren Mut zusammenzunehmen und gemeinsam eine Fiskalunion (gemeinsames Budget, Steuerpolitik, gemeinsame Garantie für die Staatsschulden) und, da es anders nicht geht, auch eine politische Union zu schaffen? Nur so könne ein Zerfall des Euro aufgehalten werden.
Der konservative britische Premierminister! So geschehen kürzlich! Und noch schlimmer daran ist, dass Cameron völlig und uneingeschränkt recht hat! Das europäische Haus steht in Flammen, und London fordert ein vernünftiges und entschlossenes Verhalten der Feuerwehr.
Freilich hat er die Rechnung ohne die Feuerwehr (uns Deutsche) und unsere Feuerwehrhauptfrau Angela Merkel gemacht. Europa, angeführt von Deutschland, löscht lieber weiter mit Kerosin statt mit Wasser, und der Brand wird so mit der von Merkel erzwungenen Austeritätspolitik beschleunigt. Genau deshalb hat sich die Finanzkrise in der Euro-Zone innerhalb von drei Jahren zu einer wirklichen Existenzkrise ausgewachsen. » | Ein Gastbeitrag für die Sueddeutsche Zeitung von Joschka Fischer | Montag, 04. Juni 2012
Deutschland und Frankreich als Europa-Retter »
Verbunden »
January 29, 2012
December 18, 2011
NZZ ONLINE: Wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise leben im hoch verschuldeten Griechenland nach Angaben von Politikern und Sozialverbänden immer mehr Menschen in Arbeitslosigkeit und Armut.
Griechenland ist mit einer steigenden Armut konfrontiert. In der Hauptstadt Athen sei die Zahl der Obdachlosen im Jahr 2011 um 20 Prozent gestiegen, zitiert die Tageszeitung «Ethnos» in ihrer Samstagsausgabe Bürgermeister Giorgos Kaminis. Auch in den Suppenküchen der Stadt habe die Nachfrage um 15 Prozent zugenommen. Angesichts der Lage forderte Kaminis mehr finanzielle Hilfen des Staates. » | sda | Samstag 17. Dezember 2011
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November 01, 2011
WELT ONLINE: Mit dem Referendum drohen eine unkontrollierbare Insolvenz Griechenlands und ein Bruch der Euro-Zone. Allein die Ankündigung verursachte Milliarden-Verluste an den Märkten.
Noch vor wenigen Tagen schien der Euro endgültig gerettet. Doch jetzt stellt sich die Schicksalsfrage der Gemeinschaftswährung erneut, und die Lage ist gefährlicher denn je. Völlig unerwartet hat Griechenlands Premierminister Giorgos Papandreou am Montagabend ein Referendum zum jüngsten Brüsseler Hilfspaket angekündet.
Anfang 2012 sollen das griechische Volk darüber abstimmen, ob es das damit einhergehende Sparpaket mit trägt. Wie auch immer die genaue Frage lauten wird, über die die Hellenen befinden dürfen – im Endeffekt wird es auf eine Abstimmung über den Verbleib in der europäischen Währungsunion hinauslaufen. Denn ein Nein würde sämtliche Hilfsvereinbarungen der vergangenen zwei Jahre hinfällig machen. Mehr noch: Das gesamte Eurosystem steht dann zur Disposition.
Scheidet eine Nation aus der Währungsunion aus, ist damit ein Präzedenzfall geschaffen. Dann würde sich bei anderen schwachen Euro-Ländern unweigerlich die gleiche Frage stellen. Weiter lesen und einen Beitrag abgeben » | D. Eckert und H. Zschäpitz | Dienstag 01. November 2011
REUTERS.COM: Germans warn of Greek euro exit after referendum gambit: Germans expressed fury and frustration on Tuesday at the Greek prime minister's shock decision to call a referendum on a new financial rescue package, political leaders saying it could plunge Greece into bankruptcy and force it out of the euro zone. » | Noah Barkin and Stephen Brown | BERLIN | Tuesday, November 01, 2011
REUTERS DEUTSCHLAND: Angst vor Ende der Euro-Zone erschüttert Börsen: Frankfurt - Mit seiner Ankündigung einer Volksabstimmung über das Rettungspaket hat Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou am Dienstag an den internationalen Finanzmärkten ein Beben ausgelöst. » | Dienstag 01. November 2011
October 20, 2011
WELT ONLINE: Wer als Franzose mehr als 250.000 Euro im Jahr verdient, muss ab sofort mehr Abgaben zahlen. Das gilt solange, bis der Haushalt wieder ausgeglichen ist.
Frankreichs Regierung hat am Mittwochabend eine Sondersteuer für höhere Einkommen beschlossen: So zahlen Bürger mit einem Verdienst zwischen 250.000 und 500.000 Euro drei Prozent mehr und mit einem Verdienst über 500.000 Euro jährlich ab sofort vier Prozent mehr Abgaben. » | dapd/smb | Donnerstag 20. Oktober 2011
October 09, 2011
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October 08, 2011
WELT ONLINE: Der drohende Bankrott Griechenlands ist kein neues Phänomen der Weltgeschichte. 1931 befand sich Hamburg in einer ganz ähnlichen Situation.
Vater Staat pleite: Diese Vorstellung war bis zu den Finanzkrisen unserer Tage weithin nicht vorstellbar. Das hat sich geändert. Die Supermacht USA stand kürzlich vor der Zahlungsunfähigkeit, das EU-Mitglied Griechenland kann von der europäischen Gemeinschaft nur noch mit größter Mühe über Wasser gehalten werden.
Auch Hamburg war vor 80 Jahren in einer solchen Situation. Im Herbst 1931 stand die Stadt kurz vor dem Staatsbankrott, und in der ersten Oktoberwoche 1931 spitzte sich die finanzielle Lage derart zu, dass die Staatspleite faktisch eingetreten war.
Nur ein Eilkredit des Reichsfinanzministeriums, mit dem ein kurzfristiges Darlehen des Bankhauses Warburg über 3,5 Millionen Reichsmark abgelöst wurde, konnte das Schlimmste verhindern. Es war vor allem der Umsicht des legendären Finanzstaatsrat Leo Lippmann (1881 bis 1943) zu verdanken, dass dies gelang.
Wie konnten Hamburgs Staatsfinanzen in eine so verheerende Schieflage geraten? Ursache war die Weltwirtschaftskrise, die am 25. Oktober 1929 mit dem „Schwarzen Freitag“, dem Zusammenbruch der durch hektische Aktienspekulation überhitzten Kurse an der New Yorker Börse, begann. Die Folge waren Milliardenverluste von Unternehmen und Privatpersonen innerhalb kürzester Zeit. Weiter lesen und einen Beitrag abgeben » | Autor: Uwe Bahnsen | Samstag 08. Oktober 2011
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October 07, 2011
ZEIT ONLINE: Weil einige EU-Länder schlecht gewirtschaftet haben, sollen die anderen Mitgliedsstaaten helfen. Die lassen ihre eigene Bevölkerung zahlen, für deren Wohlergehen sie eigentlich zu sorgen haben. Die Menschen haben Angst um ihre Ersparnisse, Ökonomen warnen vor einer Weltrezession – und das alles, weil Griechenland, ein Land von der Wirtschaftskraft Hessens, vielleicht zahlungsunfähig wird.
ZEITmagazin: Lieber Herr Schmidt, seit Monaten berichten die Medien unaufhörlich über die Turbulenzen auf den Finanzmärkten. Aber soviel die Leute auch lesen und hören, in einem Punkt werden sie nicht schlauer: Wäre die Pleite Griechenlands nun eigentlich ein Desaster für die Europäische Union oder nicht? Können Sie uns aufklären?
Helmut Schmidt: Die ökonomische Bedeutung des griechischen Staates und seiner Volkswirtschaft kann man ermessen, wenn man sich klarmacht, dass das griechische Sozialprodukt etwa 2,5 Prozent des Sozialprodukts der Europäischen Union ausmacht...
ZEITmagazin: ...das Land hat ungefähr die Wirtschaftskraft von Hessen.
Schmidt: Wenn dieser Staat vorübergehend zahlungsunfähig würde, dann wäre das für die Griechen und für alle anderen Europäer ein großes Unglück, aber kein existenziell gefährdendes Unglück. Das gilt sowohl für die wirtschaftlichen als auch die politischen Folgen eines solchen Bankrotts. Die politischen Folgen würden möglicherweise noch schwerer wiegen, denn es könnte der Eindruck entstehen, dass es um die Solidarität unter den Europäern noch viel schlechter bestellt ist, als wir uns das in den letzten Jahren vorgestellt haben. Das Vertrauen in die Gemeinschaft der 27 Mitglieder würde weiter schwinden. Dieser politische Preis wäre zu hoch. Deshalb müssen die Staaten der Europäischen Union Griechenland helfen. » | Von Giovanni di Lorenzo | Freitag 07. Oktober 2011
September 19, 2011
Alexander Kähler diskutiert in der PHOENIX RUNDE mit:
- Prof. Max Otte (Finanzwissenschaftler, Fachhochschule Worms)
- Birgit Marschall (Rheinische Post)
- Wilhelm Schönfelder (ehem. EU- Botschafter)
Mit ihrer Forderung nach den „Vereinigten Staaten von Europa" hat Ursula von der Leyen für großes Aufsehen gesorgt. Fraglich ist, ob „Mehr Europa" - wie die Einführung einer „Europäischen Wirtschaftsregierung"- die Euro-Krise lösen kann.
Bei der Frage, wie der Euro gestärkt werden kann, hat sich auch Friedrich Merz zu Wort gemeldet. Er fordert für Länder wie Griechenland eine Suspendierung aus der Währungsunion, zumindest auf Zeit, wenn diese sich nicht an die Haushaltsdisziplin halten. Die CSU unterstützt zwar die Bemühungen um eine europaweite Schuldenbremse und auch die Pläne einer Finanztransaktionssteuer. Sie ist aber dagegen, in Europa noch mehr bürokratische Institutionen zu schaffen. Bei der geplanten Abstimmung um den erweiterten EU-Rettungsschirm scheint die Kanzlermehrheit wackelig.
Kann eine gemeinsame Wirtschaftsregierung den Euro aus der Krise führen? Wird Angela Merkel die Kritiker in der Union auf Linie bringen können?
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September 14, 2011
NZZ ONLINE: Die Schweiz ist nach wie vor das reichste Land der Welt. Durchschnittlich hatte jede Einwohnerin und jeder Einwohner rund 250'000 Franken Vermögen. Die Schweiz liegt bei den Privatvermögen pro Kopf der Bevölkerung mit deutlichem Abstand vor den USA.
Die weltweit von Privatpersonen angelegten Vermögen erreichten mit letzten Jahr einen neuen Höchststand. Die Sparer profitierten im vergangenen Jahr von der kräftigen Erholung der Weltwirtschaft, wie aus dem jüngsten Weltreichtumsreport des deutschen Allianz-Konzerns hervorgeht. » | chs./(sda/ddp) | Mittwoch 14. September 2011
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August 31, 2011
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May 09, 2011
FRANKFURTER ALLGEMEINE: Kann ein Mitgliedsland aus der Währungsunion austreten? In der Europäischen Zentralbank ist man zu dem Schluss gekommen, dass dies ohne einen Austritt aus der EU nicht vorstellbar sei. Welche Antwort gibt das Völkerrecht?
Die Reaktionen sind heftig. Der Vorsitzende der Euro-Gruppe, Luxemburgs Regierungschef Juncker, nennt einen Austritt Griechenlands aus der Währungsunion eine „dumme Idee“. Und der griechische Ministerpräsident Papandreou klagt über diese „Provokation“, die zeige, welchen Gefahren sein Land ausgesetzt sei. Doch niemand sagt: „Das geht gar nicht.“
Dabei sind manche Bündnisse durchaus für die Ewigkeit angelegt. Sie sind zumindest auf unbestimmte Zeit geschlossen - das gilt für die Ehe wie für die Europäische Union. Bis zum Inkrafttreten des Vertrages von Lissabon kannte die Gemeinschaft auch kein Austrittsrecht, kein vertraglich geregeltes, wohlgemerkt. Nunmehr heißt es: „Jeder Mitgliedstaat kann im Einklang mit seinen verfassungsrechtlichen Vorschriften beschließen, aus der Union auszutreten.“ » | Von Reinhard Müller | Montag, 09. Mai 2011
FAZ: Das Drachmendrama: Das griechische Statistikamt arbeitet mittlerweile zuverlässig. Manch einer wünscht sich jedoch, die aktuellen Zahlen wären erfunden. Sie zeigen: Die Bevölkerung ist zutiefst verunsichert - Spekulationen über einen Euro-Ausstieg verstärken dieses Gefühl. » | Von Michael Martens | Sonntag, 08. Mai 2011
FAZ: Das Scheitern: Die großen Länder des Euro-Raums haben die Griechen ins Gebet genommen. Das Land müsse endlich seine Hausaufgaben machen. Die Geheimniskrämerei um das Treffen verdeutlicht die Brisanz. » | Kommentar | Von Holger Steltzner | Sonntag, 08. Mai 2011
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May 07, 2011

SPIEGEL ONLINE: Die Euro-Finanzminister wiegeln nach Kräften ab, doch die Diskussion über einen Verbleib Griechenlands in der Währungsunion ebbt nicht ab. Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn erneuert jetzt seine Forderung: Das hochverschuldete Land soll raus aus der Währungsunion - im eigenen Interesse.
Frankfurt am Main - Der Chef des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, hat seinen Vorschlag bekräftigt, Griechenland solle aus dem Verbund der Euro-Staaten austreten. "Der Austritt aus dem Euro wäre das kleinere Übel", sagte Sinn der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Er reagierte damit auf einen Bericht von SPIEGEL ONLINE über ein geheimes Treffen mehrerer Euro-Staaten zum Thema Griechenland. Die griechische Regierung und europäische Institutionen hatten zunächst dementiert, dass ein solches Treffen stattfinde. Später räumten sie die Zusammenkunft ein, bestritten aber, dass über einen möglichen Euro-Austritt Griechenlands gesprochen worden sei.
Ökonom Sinn ist da wesentlich direkter. "Wenn Griechenland aus dem Euro austräte, könnte es abwerten und wettbewerbsfähig werden", begründete er seine Forderung gegenüber der "FAS". "Aber es gäbe freilich sofort einen Bank-Run, und die Banken wären pleite." Die Geldhäuser müsste man daher mit Hilfe der Europäischen Union neu aufstellen. "Wenn Griechenland dagegen eine sogenannte interne Abwertung in dem nötigen Umfang von 20 bis 30 Prozent im Euro-Raum durch Kürzung von Löhnen und Preisen versuchte hinzukriegen, geriete es an den Rand des Bürgerkriegs." Mit anderen Worten: Es liege im ureigenen Interesse Griechenlands, sich aus der Euro-Zone zu verabschieden - denn sonst wäre ein noch viel radikaleres Sparprogramm nötig als bisher. » | mik | Samstag, 07. Mai 2011
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