Showing posts with label Kuba. Show all posts
Showing posts with label Kuba. Show all posts

October 17, 2026

Mitten in der Versorgungskrise: Russische Lieferung von 750 Tonnen Speiseöl erreicht Kuba

BERLINER ZEITUNG: Die Lieferung über das UN-Welternährungsprogramm ist für bedürftige Familien, Schwangere und Kranke bestimmt. Auch aus Japan, China und von den Bahamas erreichen Hilfsgüter die Insel.

Treibstoffmangel und Stromausfälle schränken in Kuba auch den öffentlichen Verkehr und die Versorgung der Bevölkerung ein. | © Angelo Mastrascusa/imago

Russland hat Kuba mehr als 750 Tonnen Sonnenblumenöl als humanitäre Hilfe geliefert. Die symbolische Übergabe fand am Freitag in Havanna statt, wie die kubanische Tageszeitung Granma und die russische Nachrichtenagentur Tass berichteten. Das mit den Vitaminen A und D angereicherte Öl gelangte demnach über das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) auf die Insel.

Nach Angaben der russischen Botschaft in Havanna stammt die Lieferung aus Mitteln des russischen Katastrophenschutzministeriums. Rund 211 Tonnen seien bereits entladen, eine zweite Charge von mehr als 500 Tonnen warte im Hafen darauf, meldete Granma. Bereits 2025 hatte Moskau in Zusammenarbeit mit dem Welternährungsprogramm mehr als 800 Tonnen Sonnenblumenöl nach Kuba geschickt, wie die russische Botschaft mitteilte. » | Peter Steiniger | Samstag, 17. Oktober 2026

June 19, 2026

Kuba öffnet seine Wirtschaft: Größtes Reformpaket seit Jahrzehnten beschlossen

BERLINER ZEITUNG: Die Führung in Kuba setzt auf einen radikalen Kurswechsel. Erstmals sollen private Banken, große Unternehmen und ausländische Investoren in weiten Teilen der Wirtschaft zugelassen werden.

Angesichts der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten hat Kuba ein weitreichendes Reformpaket zur Öffnung seiner Wirtschaft verabschiedet. Die Nationalversammlung stimmte am Donnerstag einstimmig für ein Programm mit 176 Einzelmaßnahmen. Die Reformen betreffen unter anderem das Bankwesen, den Immobilienmarkt, Auslandsinvestitionen, die Landwirtschaft, den Tourismus und Unternehmensstrukturen.

Ministerpräsident Manuel Marrero stellte die Pläne zuvor in einer mehrstündigen Rede vor dem Parlament vor. Nach seinen Angaben sollen erstmals Privatunternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten zugelassen werden. Kubanerinnen und Kubaner sollen künftig mehrere Unternehmen besitzen dürfen. Auch private Banken und Investitionen aus dem Ausland im Privatsektor sollen erlaubt werden. » | Alexander Schmalz | Freitag, 19. Juni 2026

June 04, 2026

Kuba vor dem Kollaps: Ende einer Revolution

Jun 4, 2026 | Kuba in der Krise. Seitdem die USA das kommunistische Land von allen Öllieferungen abgeschnitten haben, steht Kuba kurz vor dem Kollaps - wirtschaftlich und politisch.

Kein Strom, kein Benzin, kaum Wasser. Auf der Karibikinsel fehlt es an allem. Seit Januar ist praktisch kein Öl mehr ins Land gekommen. Donald Trump, so scheint es, will mit seinem Embargo die kommunistische Führung in die Knie zwingen, er betrachtet Kuba als "Hinterhof". Die USA haben einen Flugzeugträger und Soldaten in die Karibik entsandt: Drohkulisse und Eskalation, denn auch Kuba rüstet auf.


Visa und Mastercard stoppen Zahlungen auf Kuba

FRANKFURTER ALLGEMEINE: Washingtons Sanktionsdruck zeigt Wirkung: Eine ausländische Bank stellt die Abwicklung von Kartenzahlungen auf Kuba ein. Visa und Mastercard sind ab Samstag im Land nicht mehr nutzbar.

Wegen der neuen Sanktionen der US-Regierung gegen ausländische Geschäftspartner Kubas werden Kartenzahlungen mit Visa und Mastercard auf der sozialistischen Karibikinsel ausgesetzt. Wie die kubanische Zentralbank mitteilte, stellt die ausländische Bank, die die Transaktionen beider Kreditkarten auf Kuba abwickelt, ihre Beziehungen mit dem staatlichen Finanzdienstleister Fincimex ein. Welche Bank das ist, wurde nicht bekanntgegeben. » | Quelle: dpa/AFP | Donnerstag, 4. Juni 2026

Trumps Angriff auf die kubanische Regierung und das arme, unterdrückte kubanische Volk ist unerbittlich und schonungslos. Man kann nur hoffen, dass Gott im Jenseits ebenso gnadenlos mit ihm verfahren wird – als gerechte Strafe! Nichts als Grausamkeit! — © Mark Alexander

May 26, 2026

Kuba: Insel unter Schock | ARTE Reportage

May 18, 2026 | Mit der Verhaftung von Venezuelas Präsidenten Maduro durch die USA verlor Kuba einen treuen Verbündeten und mit ihm auch die Lieferungen von venezolanischem Öl, das gut die Hälfte seines Bedarfs deckte – ein schwerer Schock für die von Krisen gebeutelte Insel.

Im letzten Quartal 2025 lieferte Caracas an Havanna noch täglich zwischen 30.000 und 35.000 Barrel Öl, 50% des Bedarfs. Ohne Maduro und mit dem verschärften Embargo der USA unter Donald Trump herrscht auf Kuba nun eine Energieknappheit, die die Wirtschaft ruiniert. Der Alltag der Kubaner wird täglich schwieriger, viele erinnern sich noch an die "Sonderperiode" der 1990er Jahre, gleich nach dem Zusammenbruch der UdSSR, damals kollabierte Kubas Wirtschaft.Das Fehlen des Verbündeten Venezuela und die US-Sanktionen verschärfen heute die Isolation des Landes und sie schüren eine wachsende Wut in der Bevölkerung. Unsere Reporter erkundeten, wie Exil-Kubaner in Florida schon eine politische Wende Kubas in Richtung USA vorbereiten. Und sie filmten auf Kuba, wie die Bevölkerung von der neuen Krise mit voller Wucht getroffen wird. Durchhalten, irgendwie, lautet die Devise…

Video verfügbar bis zum 19/04/2029



Ce documentaire peut être visionné en français ici.

April 19, 2026

Kuba-Krise: Spanien, Mexiko und Brasilien schlagen Alarm

BERLINER ZEITUNG: Nach monatelanger Ölblockade der USA verschärft sich die Krise in Kuba. Spanien, Mexiko und Brasilien drängen auf eine Lösung.

In einer gemeinsamen Erklärung haben Spanien, Mexiko und Brasilien ihre Besorgnis über die schwere humanitäre Krise in Kuba zum Ausdruck gebracht. Die drei Länder fordern einen respektvollen Dialog, um eine dauerhafte Lösung zu finden und die Selbstbestimmung des kubanischen Volkes zu gewährleisten, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet.

Die Regierungen von Spanien, Mexiko und Brasilien zeigten sich besorgt über die „dramatische Situation“ in Kuba, wie aus einer am Samstag veröffentlichten Erklärung des mexikanischen Außenministeriums hervorgeht. Die Karibikinsel leidet unter einer schweren wirtschaftlichen und humanitären Krise, die durch eine Ölblockade der USA unter Präsident Donald Trump weiter verschärft wurde, so AFP. » | Lea Brüggemann | Sonntag, 19. April 2026

À LIRE AUSSI :

L'Espagne, le Mexique et le Brésil appellent à un dialogue respectueux avec Cuba : Les États-Unis, opposés au pouvoir communiste à Cuba depuis qu’il a été établi en 1959, ont accentué en janvier leur pression économique sur le pays des Caraïbes de 9,6 millions d’habitants. »

March 16, 2026

Kuba will Kubanern im Ausland Investitionen und Firmenbesitz auf der Insel ermöglichen

BERLINER ZEITUNG: Erstmals sollen im Ausland lebende Kubaner offiziell Firmen auf der Insel gründen und besitzen dürfen. Doch es gibt Zweifel an der Wirksamkeit der Pläne.

Kubas Regierung will im Ausland lebenden Kubanern – darunter Hunderttausende in Miami –, künftig erlauben, auf der Insel Unternehmen zu besitzen und in den Privatsektor zu investieren. Das kündigte der stellvertretende Ministerpräsident Oscar Pérez-Oliva Fraga in einem Interview mit NBC News in Havanna an.

„Kuba ist offen für fließende Handelsbeziehungen mit US-Unternehmen“ sowie „mit in den Vereinigten Staaten lebenden Kubanern und deren Nachkommen“, sagte Fraga, der zugleich Außenhandels- und Investitionsminister ist. Die Öffnung gehe über den reinen Handel hinaus und umfasse auch Großinvestitionen, insbesondere in die Infrastruktur, so Fraga gegenüber NBC News. » | Lea Brüggemann | Montag, 16. März 2026

February 18, 2026

Kuba vor dem Kollaps: Regierung schuldet spanischen Firmen Hunderte Millionen Euro

BERLINER ZEITUNG: Spaniens Unternehmen bleiben in Kuba auf Hunderten Millionen Euro sitzen. Die Schulden treffen eine Insel im wirtschaftlichen Ausnahmezustand.

Die wirtschaftliche Krise in Kuba trifft zunehmend auch ausländische Unternehmen. Nach Recherchen der spanischen Zeitung El País schuldet die kubanische Regierung spanischen Firmen mindestens rund 300 Millionen Euro. Ein Teil der Summe besteht aus offenen Forderungen, ein weiterer aus Geldern, die zwar erwirtschaftet wurden, das Land aber nicht verlassen dürfen.

Grundlage sind Daten der spanischen Wirtschafts- und Handelsvertretung in Havanna. Demnach belaufen sich die offiziell ausgewiesenen Schulden auf 255,9 Millionen Euro. Hinzu kommen weitere Beträge, darunter 39,5 Millionen Euro an einbehaltenen Dividenden, 23,6 Millionen Euro aus Handelsgeschäften sowie 11,3 Millionen Euro auf speziellen Konten, auf die Unternehmen keinen Zugriff haben. Zusammengerechnet ergibt sich ein Volumen von bis zu 330 Millionen Euro, das faktisch blockiert ist. » | Alexander Schmalz | Mittwoch, 18. Februar 2026

May 09, 2011

Sozialistischer Inselstaat: Kuba will Bürgern Auslandreisen erlauben

SPIEGEL ONLINE: Die kubanische Regierung prüft, ihren Bürgern Reisen ins Ausland zu gewähren - erstmals seit einem halben Jahrhundert wäre ein Urlaub außerhalb der Landesgrenzen damit erlaubt.

Havanna - Die Castro-Regierung im sozialistischen Inselstaat Kuba hatte in den vergangenen Wochen wiederholt Reformen angekündigt - jetzt sollen offenbar Taten folgen: Die kubanische Regierung will ihren Bürgern erstmals seit einem halben Jahrhundert Urlaubsreisen ins Ausland erlauben. Das sieht ein Reformplan vor, den die Behörden des kommunistischen Landes am Montag veröffentlichten. Einzelheiten zu den Plänen wurden zunächst nicht bekannt. » | amz/AFP | Montag, 09. Mai 2011

April 19, 2011

Kuba will ausländische Investoren anlocken

September 18, 2010

Kubanischer Newspeak und die harte Realität: Raúl Castro ringt sich zu Reformen durch und gibt sie als Retuschen aus

NZZ ONLINE: Die Machthaber in Havanna maskieren Abstriche am orthodoxen Sozialismus als Perfektionierung des kubanischen Modells. Doch das Wirtschaftsdebakel lässt ihnen keine andere Wahl, als Freiheitsräume in der Arbeitswelt einzuführen.

Photobucket
Ein Kubaner trägt Blumen aus seinem Auto, die er an einem Verkaufsstand auf dem Lebensmittelmarkt «Cuatros Caminos» bei Havanna verkaufen will. Bild: NZZ Online

Und Fidel hatte doch recht, als ihm der Satz entglitt, das kubanische Modell funktioniere nicht einmal mehr in Kuba selbst. Zwar deutete der «Líder máximo» seine gegenüber einem Journalisten geäusserten häretischen Worte, als sie publik geworden waren, zum Scherz um, den seine unbedarften Zuhörer nicht verstanden hätten. Wenige Tage später aber traf Raúl Castro die ersten dezidierten Massnahmen zur Korrektur des bankrotten Systems.

Das Gesicht wahren

Die Einführung von Leistungskriterien im Staatssektor, der Verzicht auf fiktive Vollbeschäftigung und die Entlassung von vorerst einer halben Million Staatsangestellten in eine Privatwirtschaft, welcher ein fruchtbarer Nährboden erst noch bereitet werden muss, sind wahrhaftig keine blossen Retuschen. Es sind tiefe Einschnitte in die Orthodoxie der Kommunistischen Partei Kubas. Weiter lesen und einen Kommentar schreiben >>> Peter Gaupp, San José de Costa Rica | Freitag, 17. September 2010

THE TELEGRAPH: Cuba to make 500,000 state employees redundant: Cuba has announced it will make at least half a million state workers redundant and reduce restrictions on private enterprise in the most dramatic step yet to remodel employment on the communist-run island. >>> | Monday, September 13, 2010

August 03, 2010

«Kuba hat nicht mehr viel Zeit» : Der Karibikstaat muss mit tiefgreifenden Reformen auf die Krise reagieren

NZZ ONLINE: Das von einer schweren Wirtschaftskrise erschütterte Kuba hat weiterhin die Chance auf einen eigenen Weg im Sozialismus. Das sagt der Politologe Uwe Optenhögel. Doch die Zeit werde langsam knapp. Die Jugend des Landes habe sich schon vielfach verabschiedet. >>> Interview: Stefan Reis Schweizer | Dienstag, 03. August 2010

August 02, 2010

Cuba to Relax State Control of the Economy

THE TELEGRAPH: Raul Castro has said that his government will scale back controls on small businesses, lay off unnecessary workers and allow more self-employment - significant steps in a country where the state dominates nearly every facet of the economy.

Photobucket
Fidel Castro (left) and brother Raul. Photo: The Telegraph

Cuba's president, however, quashed notions of a sweeping overhaul to the country's communist economic system in response to the financial crisis it is facing.

"With experience accumulated in more than 55 years of revolutionary struggle, it doesn't seem like we're doing too badly, nor that desperation or frustration have been our companions along the way," the president said.

Speaking in parliament, Castro said that authorities would "update the Cuban economic model," suggesting reforms could be on the horizon. Cuban officials plan to reduce state control of small businesses, authorize more Cubans to become self-employed and build a new tax structure that will compel state employees to contribute more. >>> | Monday, August 02, 2010

Raúl Castro to Allow Cubans More Private Sector Jobs

THE GUARDIAN: Leader says prohibitions on licences and commercialisation will be rolled back in effort to reduce 'bloated' state sector

More Cubans will be allowed to work for themselves and hire their own workers, the country's president has said, while ruling out wholesale reform of the communist economy.

Raúl Castro, who was speaking to parliament at the opening of its biannual session, said the steps were aimed at creating jobs as the government seeks to cut jobs from the public sector over the next five years.

About 95% of all Cubans work for the government and Castro suggested that as many as one in five state employees were redundant in what he called a "bloated" state sector.

Castro said those left out of work would be retrained or reassigned to other jobs but warned that few sectors would be immune to cuts. While sketchy, his comments signalled a liberalisation of the economy at a time of financial crisis. Raúl Castro took power from Fidel, first temporarily, then permanently, in July 2006. He has a reputation for being more pragmatic than his brother. >>> Mark Tran | Monday, August 02, 2010

NZZ ONLINE: Raul Castro will den Sozialismus zukunftsfähig machen: Kuba erlaubt Privatwirtschaft im Kleinen– Die kommunistische Führung in Kuba hat beschlossen, Kleinbetriebe mit Angestellten zuzulassen und den Staatsapparat verkleinern. Präsident Raul Castro will so das soziale System des Landes für die Zukunft erhalten. >>> sda/dpa | Montag, 02. August 2010