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October 31, 2026

Warum Putin nicht aufhören wird

Die Ukraine steht vor dem fünften Kriegswinter. Schafft es Kiew neuerlich, die russischen Angriffe zu überstehen? Und wie realistisch sind die Bemühungen um Frieden in diesem Konflikt? In dieser Folge des „ZIB erklärt“ Podcasts ist der Militärökonom Markus Keupp zu Gast.

Redaktion: Stefan Lenglinger
Kamera: Marcel Darwish
Schnitt: Nicolas Hofbauer


October 17, 2026

Mitten in der Versorgungskrise: Russische Lieferung von 750 Tonnen Speiseöl erreicht Kuba

BERLINER ZEITUNG: Die Lieferung über das UN-Welternährungsprogramm ist für bedürftige Familien, Schwangere und Kranke bestimmt. Auch aus Japan, China und von den Bahamas erreichen Hilfsgüter die Insel.

Treibstoffmangel und Stromausfälle schränken in Kuba auch den öffentlichen Verkehr und die Versorgung der Bevölkerung ein. | © Angelo Mastrascusa/imago

Russland hat Kuba mehr als 750 Tonnen Sonnenblumenöl als humanitäre Hilfe geliefert. Die symbolische Übergabe fand am Freitag in Havanna statt, wie die kubanische Tageszeitung Granma und die russische Nachrichtenagentur Tass berichteten. Das mit den Vitaminen A und D angereicherte Öl gelangte demnach über das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) auf die Insel.

Nach Angaben der russischen Botschaft in Havanna stammt die Lieferung aus Mitteln des russischen Katastrophenschutzministeriums. Rund 211 Tonnen seien bereits entladen, eine zweite Charge von mehr als 500 Tonnen warte im Hafen darauf, meldete Granma. Bereits 2025 hatte Moskau in Zusammenarbeit mit dem Welternährungsprogramm mehr als 800 Tonnen Sonnenblumenöl nach Kuba geschickt, wie die russische Botschaft mitteilte. » | Peter Steiniger | Samstag, 17. Oktober 2026

June 23, 2026

Russland rationiert Benzin: Nur noch 40 Liter pro Auto – Krise erreicht Sibirien

BERLINER ZEITUNG: Russland kämpft nach ukrainischen Angriffen auf Raffinerien mit einer Treibstoffkrise. Von der Krim bis nach Sibirien wird Benzin und Diesel bereits rationiert.

Die Treibstoffkrise in Russland weitet sich immer weiter aus. Nach Angaben regionaler Behörden werden inzwischen auch in Sibirien Verkaufsbeschränkungen für Benzin und Diesel eingeführt. Betroffen sind unter anderem die Regionen Omsk und Nowosibirsk, die mehr als 2500 Kilometer von Moskau entfernt liegen.

Gouverneur Witali Chozenko erklärte laut der Nachrichtenagentur Reuters auf Telegram, in der Region Omsk werde der Verkauf von Benzin auf 40 Liter pro Fahrzeug begrenzt. Diesel werde je nach Standort nur noch in Mengen zwischen 80 und 200 Litern abgegeben. Zudem sei der Verkauf in Kanister untersagt. Die Maßnahmen dienten dazu, „Panikkäufe und Spekulationen“ zu verhindern, schrieb Chozenko.

Auch die benachbarte Region Nowosibirsk bereitet nach Angaben von Gouverneur Andrej Trawnikow ähnliche Beschränkungen vor. In der Region Woronesch begann der Ölkonzern Lukoil am Dienstag ebenfalls mit der Rationierung von Benzin und Diesel, wie die Regionalverwaltung laut Reuters mitteilte. » | Alexander Schmalz | Dienstag, 23. Juni 2026

May 27, 2026

Jeffrey Sachs an Bundeskanzler Merz: Verhindern Sie offenen Krieg mit Russland!

BERLINER ZEITUNG : Der Ökonom und Diplomat Jeffrey Sachs fordert Bundeskanzler Merz auf, mit Russlands Präsident Putin unverzüglich Gespräche über Frieden in Europa zu beginnen. Der Brief im Wortlaut.

Dieser Screenshot stammt aus diesem Artikel der Berliner Zeitung. | Jeffrey Sachs, hier beim Antalya Diplomacy Forum 2025 in der Türkei, warnt vor einem Krieg in Europa und der Zerstörung der deutschen Wirtschaft. | © IMAGO/Emin Sansar

Offener Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Merz,

als ich Ihnen vor einem halben Jahr einen offenen Brief schrieb, habe ich an Deutschland appelliert, die Diplomatie gegenüber Russland zu suchen, anstatt den Krieg zu normalisieren. Sechs Monate später hat sich die Lage in Europa dramatisch verschlechtert. Europa und Russland schlittern in einen offenen Krieg. In dieser Situation tragen Sie, Herr Bundeskanzler, eine einzigartige Verantwortung. Kein anderer europäischer Staats- und Regierungschef – weder in Paris, noch in Warschau, noch in Rom – verfügt über das Gewicht Deutschlands oder hat die Macht, die Sie persönlich besitzen, diese Katastrophe zu verhindern. Werden Sie sich für den Frieden einsetzen?

Sie selbst forderten im Januar 2026 gemeinsam mit Premierminister Meloni und Präsident Macron die Wiederaufnahme der Beziehungen Europas zu Russland und bezeichneten Russland als „ein europäisches Land“. Dennoch haben Sie die Diplomatie nicht verfolgt. Angesichts der Zukunft Europas, die auf dem Spiel steht, ist dies ein beispielloser Verzicht auf Ihre Führungsrolle. Haben Sie in Ihrer Zeit als Bundeskanzler auch nur einen einzigen substanziellen Dialog mit Präsident Putin versucht? Hat Ihr Außenminister jemals einen substanziellen Dialog mit Außenminister Lawrow versucht? Echte Gespräche, so wie jene, die den Kalten Krieg beendeten? Soweit die öffentlichen Aufzeichnungen belegen, lautet die Antwort: Nein. Nicht ein einziges Mal. Und nicht etwa, weil die Dringlichkeit nicht erkannt worden wäre. Lesen Sie den Brief weiter » | Michael Maier Jeffrey Sachs | Mittwoch, 27. Mai 2026

April 24, 2026

150 Millionen Barrel: Jakarta vereinbart große Ölimporte aus Russland

BERLINER ZEITUNG: Indonesiens Präsident Prabowo Subianto vereinbarte die Lieferung nach einem Treffen mit Wladimir Putin in Moskau. Die Einfuhr soll den Bedarf bis Jahresende sichern.

Indonesien will in diesem Jahr 150 Millionen Barrel Rohöl aus Russland einführen. Das sagte Vize-Energieminister Yuliot Tanjung am Freitag laut Reuters vor Journalisten. „Es wurde vereinbart, dass die Gesamtmenge an Rohöl, die wir aus Russland importieren werden, bei rund 150 Millionen Barrel liegt, um unseren Bedarf bis Jahresende zu decken“, sagte Yuliot. Offen sei nur noch die Abwicklung der Einfuhr.

Die Vereinbarung folgt auf ein Treffen von Präsident Prabowo Subianto mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau in der Vorwoche. Der Sondergesandte des Präsidenten für Energie und Umwelt, Hashim Djojohadikusumo, erklärte am Donnerstag laut der staatlichen indonesischen Nachrichtenagentur Antara, Russland habe zunächst zugesagt, 100 Millionen Barrel zu einem Sonderpreis zu liefern sowie weitere 50 Millionen Barrel bei Bedarf. Djojohadikusumo ist der Bruder des Präsidenten. Über das Liefervolumen für Flüssiggas sei noch nicht entschieden, sagte Yuliot laut Reuters. » | Peter Steiniger | Freitag, 24. April 2026

April 03, 2026

Ist Trump ein Russischer Einfluß-Agent? "Erdrückende Indizien"

Apr 2, 2026 | Sandra Navidi hält Trump für ein Asset, einen Einfluss-Agenten, Putins. Sie nennt Angriffe auf Justiz, Medien und Fed sowie den Ausstieg aus der NATO und Ukraine als Muster.

December 09, 2025

Brics: Ende von Dollar-Dominanz und Sanktionen? Russland testet erstmals goldgedeckte Kryptowährung

BERLINER ZEITUNG: Die Brics kommen mit der Entwicklung einer Gemeinschaftswährung voran. Treibt Trump mit seinen Drohungen selbst skeptische Länder wie Indien aus dem Dollar-System?

Die westlichen Sanktionen gegen Russland, China und andere Staaten haben zahlreiche Regierungen dazu veranlasst, eine Alternative zum Dollar-dominierten Swift-Zahlungssystem zu suchen. Der Streit innerhalb der EU, wie mit den Milliarden an eingefrorenem russischen Zentralbankvermögen umgegangen werden soll, verdeutlicht, dass die Glaubwürdigkeit des westlich dominierten Finanzsystems auf dem Spiel steht.

Innerhalb der Brics-Gruppe – Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika – wird seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs intensiv darüber diskutiert, wie die Dollar-Dominanz gebrochen und somit ein wirksamer Schutz gegen westliche Sanktionen eingeführt werden kann. » | Simon Zeise | Dienstag, 9. Dezember 2025

September 16, 2025

Navidi: Trump-Forderung "ist absolute Frechheit und Zumutung"

Sep 16, 2025 | US-Präsident Donald Trump fordert von der EU, drastische Zölle auf Produkte aus China und Indien zu verhängen - bis zu 100 Prozent. Die US-Wirtschaftsexpertin Sandra Navidi hält dies für willkürlich und gefährlich - und warnt vor einer Eskalationsspirale im globalen Handel.

December 05, 2024

NZZ erklärt: Was Russland und China in der Arktis wirklich wollen

Dec 5, 2024 | Die Arktis steht im Zentrum eines neuen geopolitischen Machtkampfs, während der Klimawandel das Eis immer schneller schmelzen lässt. Russland und China investieren massiv in die Region: Russland baut seine militärische Präsenz aus, insbesondere auf der Kola-Halbinsel, wo sich wichtige Standorte wie die geschlossene Militärstadt Seweromorsk und die Basis der russischen Nordflotte befinden. Experten vermuten, dass hier Atomraketen des Typs «RSM-56 Bulawa» und modernste U-Boote wie das «Project 955A Borei-A» stationiert sind. Diese sichern Russlands strategischen Zugang zum Nordatlantik, wie der frühere NZZ-Korrespondent und Arktis-Experte Rudolf Hermann erklärt. Gleichzeitig fördern russische Projekte wie Yamal LNG arktische Öl- und Gasvorkommen – mit erheblicher Unterstützung Chinas.

China positioniert sich als «arktisnaher Staat» und verfolgt strategische Ziele in der Region. Über Investitionen wie den Einstieg bei Yamal LNG und den Ausbau der Nordostpassage will China Handelsrouten kontrollieren und Rohstoffe sichern. Gleichzeitig betreibt es Forschung mit Eisbrechern, was nicht nur für die Wissenschaft, sondern möglicherweise auch für militärische Zwecke genutzt werden könnte.


July 12, 2023

Russland: Waren die Sanktionen umsonst? | NZZ

Jul 12, 2023 | Russland ist eines der am stärksten mit Sanktionen belegten Länder der Welt ist. Rund 750 Sanktionspakete haben westliche Staaten seit dem Angriff auf die Ukraine verhängt. Doch als Privatperson in Russland merkt man davon nur wenig. Unser Russland-Korrespondent Markus Ackeret in Moskau erklärt, warum die Sanktionen dennoch nicht spurlos an Russland vorbeigehen: «Die Sanktionen treffen das Land weniger in dem Sinne, dass jetzt plötzlich die Wirtschaft zusammenbricht oder dass im Alltag die Regale in den Geschäften leer sind. Vor allem ist diese Wirkung aber mittel- und längerfristig. Sie verlangsamen Russlands Entwicklung.»

March 23, 2022

Eilmeldung: Putin: Russland akzeptiert für Gas-Lieferungen nach Europa nur noch Rubel

Mar 23, 2022 • Russland akzeptiert Zahlungen für seine Gas-Lieferungen nach Europa künftig nicht mehr in Dollar oder Euro. Er habe entschieden, ein Maßnahmenpaket zur Zahlung in Rubel zu etablieren, sagte Staatschef Wladimir Putin am Mittwoch. Er sprach von Gas-Lieferungen in "feindliche Länder" und damit in alle EU-Staaten und nannte eine Übergangsfrist von einer Woche.

March 04, 2014

Deutsche Firmen fürchten Eiszeit mit Russland


SPIEGEL ONLINE: Die Krim-Krise belastet die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Russland und Deutschland. Die Länder sind so eng miteinander verflochten, dass Sanktionen und mögliche Gegensanktionen ernsthafte Folgen hätten.

Hamburg - Der Warenstrom zwischen Deutschland und Russland ist fast ausgeglichen: Öl und Gas fließen aus Sibirien nach Deutschland, deutsche Unternehmen liefern vor allem Autos, Maschinen und chemische Erzeugnisse in die russische Föderation. Die wechselseitigen Verbindungen zwischen der Wirtschaft beider Länder haben sich in den vergangenen Jahren verstärkt - zu Wohl und derzeit Wehe der Unternehmen.

Rainer Lindner, Geschäftsführer beim Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft zeigt sich deshalb äußerst besorgt über die Zuspitzung der Lage auf der Krim: "Wir erleben große Turbulenzen an den Märkten, die russische Wirtschaft ist bereits stark betroffen, genauso die börsennotierten deutschen Unternehmen, die auf dem russischen Markt tätig sind; darunter Metro , Volkswagen , BMW oder Daimler ". Deutschland habe deutlich engere Verbindungen zu Russland als andere europäische Länder, mit 6000 deutschstämmigen Betrieben seien mehr Firmen in Russland tätig als aus allen anderen EU-Staaten zusammen. Lindner zufolge hängen 300.000 deutsche Arbeitsplätze am Russland-Geschäft.

Das Handelsvolumen zwischen Russland und Deutschland belief sich im vergangenen Jahr auf rund 76,5 Milliarden Euro, wobei die russischen Exporte mit einem Wert von rund 40,5 Milliarden Euro leicht über den deutschen Ausfuhren (36 Milliarden Euro) lagen. Während Deutschland für Russland der drittwichtigste Handelspartner ist, liegt umgekehrt Russland nur auf dem elften Platz der wichtigsten deutschen Handelspartner - knapp hinter Polen. » | Von Franziska Bossy und Nicolai Kwasniewski | Dienstag, 04. März 2014