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July 04, 2026

Deutschland — Constantin Schreiber: „Droht uns die Verarmung?“

Jun 1, 2026 | Immer mehr Menschen in Deutschland sind arm. Die Armutsquote ist in den vergangenen Jahren gestiegen und betrifft inzwischen rund 13 Millionen Menschen.

Besonders alarmierend ist, dass immer mehr Menschen trotz Arbeit armutsgefährdet sind und kaum finanzielle Rücklagen bilden können. Viele Beschäftigte arbeiten ihr gesamtes Leben, müssen aber dennoch befürchten, im Alter nur eine geringe Rente zu erhalten. Die steigende Nachfrage bei Tafeln und Lebensmittelhilfen zeigt, dass finanzielle Not längst nicht mehr nur Randgruppen betrifft.

Gleichzeitig wächst der Wohlstand in vielen anderen Ländern schneller als in Deutschland, während die deutsche Wirtschaft unter schwachem Wachstum, hohen Kosten und mangelnden Investitionen leidet. Immer mehr Menschen leben finanziell auf Kante und können unerwartete Ausgaben kaum noch bewältigen.


June 25, 2026

Rente, Tankrabatt, Grundsicherung: Das ändert sich für Verbraucher im Juli

BERLINER ZEITUNG: Mit dem kommenden Monat gibt es einige Neuerungen. Die wichtigsten Informationen im Überblick.

Im Juli kommen zahlreiche Änderungen auf die Verbraucher zu. Es gibt eine Rentenerhöhung, zudem heißt das Bürgergeld zukünftig Grundsicherung. Im neuen Monat läuft zudem der von der Bundesregierung festgelegte Tankrabatt aus. Die wichtigsten Informationen im Überblick.

Die rund 21 Millionen Rentner in Deutschland erhalten ab Juli mehr Geld. Die Altersbezüge steigen um 4,24 Prozent. Grund ist die Entwicklung der Bruttolöhne im Vorjahr, an die die Rentenhöhe gekoppelt ist. Für eine Standardrente bei durchschnittlichem Verdienst und 45 Beitragsjahren bedeutet das laut Bundesarbeitsministerium ein Plus von 77,85 Euro im Monat. » | Eva Maria Braungart | Donnerstag, 25. Juni 2026

NB: Rente (D) = state pension (GB). – Mark

June 15, 2026

Deutschland: Der kranke Mann Europas?

Jun 15, 2026 | Deutschland galt lange als das Land, zu dem alle aufschauten: wirtschaftlich stark, politisch stabil, der Motor Europas. Doch was, wenn diese Erzählung nicht mehr stimmt? Wenn die Erfolgsgeschichten inzwischen woanders geschrieben werden? Während wir über Rezession, Bürokratie und den Verlust unseres Wohlstands diskutieren, entstehen anderswo in Europa Erfolgsgeschichten, die hierzulande kaum jemand wahrnimmt. Länder, die noch vor wenigen Jahrzehnten als arm, krisengeschüttelt oder hoffnungslos rückständig galten, wachsen plötzlich schneller, ziehen Menschen und Investitionen an und scheinen optimistischer in die Zukunft zu blicken als wir selbst. Was machen sie anders? Was können wir von ihnen lernen? Und: Schaffen wir das überhaupt noch?

May 27, 2026

Jeffrey Sachs an Bundeskanzler Merz: Verhindern Sie offenen Krieg mit Russland!

BERLINER ZEITUNG : Der Ökonom und Diplomat Jeffrey Sachs fordert Bundeskanzler Merz auf, mit Russlands Präsident Putin unverzüglich Gespräche über Frieden in Europa zu beginnen. Der Brief im Wortlaut.

Dieser Screenshot stammt aus diesem Artikel der Berliner Zeitung. | Jeffrey Sachs, hier beim Antalya Diplomacy Forum 2025 in der Türkei, warnt vor einem Krieg in Europa und der Zerstörung der deutschen Wirtschaft. | © IMAGO/Emin Sansar

Offener Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Merz,

als ich Ihnen vor einem halben Jahr einen offenen Brief schrieb, habe ich an Deutschland appelliert, die Diplomatie gegenüber Russland zu suchen, anstatt den Krieg zu normalisieren. Sechs Monate später hat sich die Lage in Europa dramatisch verschlechtert. Europa und Russland schlittern in einen offenen Krieg. In dieser Situation tragen Sie, Herr Bundeskanzler, eine einzigartige Verantwortung. Kein anderer europäischer Staats- und Regierungschef – weder in Paris, noch in Warschau, noch in Rom – verfügt über das Gewicht Deutschlands oder hat die Macht, die Sie persönlich besitzen, diese Katastrophe zu verhindern. Werden Sie sich für den Frieden einsetzen?

Sie selbst forderten im Januar 2026 gemeinsam mit Premierminister Meloni und Präsident Macron die Wiederaufnahme der Beziehungen Europas zu Russland und bezeichneten Russland als „ein europäisches Land“. Dennoch haben Sie die Diplomatie nicht verfolgt. Angesichts der Zukunft Europas, die auf dem Spiel steht, ist dies ein beispielloser Verzicht auf Ihre Führungsrolle. Haben Sie in Ihrer Zeit als Bundeskanzler auch nur einen einzigen substanziellen Dialog mit Präsident Putin versucht? Hat Ihr Außenminister jemals einen substanziellen Dialog mit Außenminister Lawrow versucht? Echte Gespräche, so wie jene, die den Kalten Krieg beendeten? Soweit die öffentlichen Aufzeichnungen belegen, lautet die Antwort: Nein. Nicht ein einziges Mal. Und nicht etwa, weil die Dringlichkeit nicht erkannt worden wäre. Lesen Sie den Brief weiter » | Michael Maier Jeffrey Sachs | Mittwoch, 27. Mai 2026

May 24, 2026

Hitler über Berlin - Der Aufstieg des Nationalsozialismus von der Weimarer Republik bis 1939 (1/5)

Sep 17, 2021 | Der Film zeigt Berlin und den Aufstieg des Nationalsozialismus von der Weimarer Republik bis in das Jahr 1939. Zitate aus der Zeit dokumentieren die Ereignisse, wie die Berliner diese Jahre erlebt haben. Das zum Teil stark beschädigte schwarz-weiß und farbige Originalmaterial wurde in einem Durchlauf mithilfe von künstlicher Intelligenz restauriert.

Zusammenschnitt der Irmgard von zur Mühlen Dokumentarfilme "Weltbühne Berlin" (1988), "Berlin unter dem Hakenkreuz" (1987), "Bomben auf Berlin" (1983) sowie CHRONOS-MEDIA Film- und Tonarchiv.


May 18, 2026

"Adolf Hitler war ein Linker" - Alice Weidel im Gespräch mit Nikolaus Blome | ntv

Jan 9, 2025 | Nach ihrem Gespräch mit Elon Musk auf dessen Plattform X stellt sich AfD-Vorsitzende und -Kanzlerkandidatin Alice Weidel den Fragen von RTL/ntv-Politikchef Nikolaus Blome.


Hitler war doch kein „Linker“! Er hasste Leute, die links orientiert waren. Wo er es nur konnte, hat er sie umbringen lassen! Hitler war echter Rechtsextremist! Mit dieser Aussage versucht Alice Weidel, die Leute zu verwirren. — © Mark Alexander

April 12, 2026

Jung, frustriert, verschuldet – Generation Z im Check

Apr 9, 2026 | Viele junge Menschen denken laut einer Studie darüber nach, Deutschland zu verlassen. Was ist da los? Mirko Drotschmann, MrWissen2Go, erklärt in diesem Video, wie ihr, wie die junge Generation tickt.

Laut der Trendstudie „Jugend in Deutschland“ können sich 41 Prozent der 14- bis 29-Jährigen vorstellen, aus Deutschland auszuwandern. Ungefähr ein Fünftel spricht sogar von konkreten Auswanderungsplänen. In der Studie ist von einer Generation im „Dauerkrisenmodus“ die Rede. Als größte Sorgen nennen junge Menschen Krieg, Inflation, teuren Wohnraum, Spaltung der Gesellschaft, Trump als US-Präsident oder Klimawandel. Bei Wahlen und Umfragen zeigt sich: Der Trend geht weg von der politischen Mitte. Die Linke schneidet bei den Jungen am besten ab, dahinter folgt die AfD.

Fast die Hälfte hält es für unrealistisch, eine gute, bezahlbare Wohnung zu finden und fürchtet, sich die Miete in Zukunft nicht mehr leisten zu können. Viele Studierende und Auszubildende wohnen noch bei den Eltern. Immer mehr verschulden sich, Anfang 2026 waren es 23 Prozent. Dabei spielen Konsumschulden für Einkäufe auf Raten oder mit „Buy Now Pay Later“-Modellen die größte Rolle.

Fast ein Drittel der jungen Generation hat das Gefühl, wegen psychischer Belastung eine Behandlung zu benötigen. Ein weiteres verbreitetes Problem: Viele junge Menschen fühlen sich einsam – mehr als in allen anderen Altersgruppen und mehr als jemals zuvor. Allen anderen Altersgruppen etwas voraus haben die Jungen dagegen bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Die gehört für viele längst zum Alltag. Studien zeigen einen selbstbewussten, aber auch reflektierten Umgang mit KI.


April 07, 2026

Deutschland vor dem Crash? Drei Krisen, die jetzt alles entscheiden

BERLINER ZEITUNG: Deutschland steckt in drei Krisen gleichzeitig. Energie, Rohstoffe und Krieg treffen die Wirtschaft hart. Doch die wahre Katastrophe steht erst bevor. Eine Analyse.

In Krisen wird oft auf Koalitionszwänge verwiesen. Auf Zuständigkeiten. Oder, wenn gar nichts mehr geht, eine „komplexe Gemengelage“. Deutschland erlebt gerade einen solchen Moment. Drei Krisen – eine selbst verschuldete, eine importierte und eine verschlafene – laufen aufeinander zu.

Jede einzelne wäre für eine handlungsfähige Regierung eine Herausforderung. Zusammen ergeben sie das Szenario eines ökonomischen Crashs, auf den die Bundesregierung unter Friedrich Merz (CDU) keine erkennbare Antwort hat. Schlimmer noch: Die konzeptionelle Leere ist kein Betriebsunfall dieser Koalition. Sie ist das Erbe einer politischen Kultur, die ideologische Selbstvergewisserung über die materiellen Interessen der eigenen Bürger gestellt hat – und die nun unfähig ist, die Folgen dieses Fehlers zu korrigieren. » | Harald Neuber | Dienstag, 7. April 7, 2026

December 31, 2025

Deutschland: Was sich 2026 für Verbraucher ändert

Dec 30, 2025 | Während das Deutschlandticket und das Heizen mit Gas teurer werden, steigt die Höhe des Kindergeldes und Strom soll günstiger werden. Neuerungen gibt es auch bei der Rente. Ein Überblick. © AFP, DPA

October 02, 2025

48-Stunden-Woche? Merz’ Plan geht an Deutschlands wahren Problemen vorbei

BERLINER ZEITUNG: Friedrich Merz will die 48-Stunden-Woche. Aber nicht die Beschäftigten bremsen Deutschland – sondern fehlende Produktivität und falsche Politik. Ein Kommentar.

Polemik gegen das Bürgergeld, Lästereien über „faule“ Deutsche und Kritik am überteuerten Sozialstaat. In den letzten Wochen hat sich die neue Bundesregierung beim Thema Arbeit in der Bevölkerung nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Und nun kommt der nächste kontroverse Vorschlag. Friedrich Merz (CDU) will die 48-Stunden-Woche einführen und den Acht-Stunden-Tag beerdigen.

Beschäftigte sollen künftig bis zu 13 Stunden am Stück arbeiten dürfen – begründet mit dem Versprechen größerer Flexibilität. In Wahrheit steht dahinter dieselbe Logik, die Merz schon bei seinen Tiraden über die angeblich „faulen“ Deutschen bemühte: Wir müssen einfach länger arbeiten, dann kommt der Wohlstand zurück. Doch diese Logik ist nicht nur falsch, sie blendet auch die eigentlichen Probleme des Landes aus. » | Flynn Jacobs | Dienstag, 2. Oktober 2025

Diese Idee scheint mir sehr unklug zu sein! Wer in seinen wilden Träumen hätte geglaubt, daß die Deutschen faul wären, daß die Deutschen nicht lang genug arbeiteten? Sicherlich arbeiten die Deutschen schon jetzt lang genug! Die Wurzel Deutschlands wirtschaftliche Probleme müssen sicherlich anderswo liegen. Was will Friederich Merz eigentlich? Arbeiter bis zum Tode verarbeiten lassen und die Superreichen ihres luxuriösen Lebens weiter genießen können? So scheint es mir wirklich. Meines Erachtens scheint mir die Idee Futter für die AfD zu sein. – © Mark Alexander

August 26, 2025

Wie hat Migration Deutschland verändert? | DW News

Aug 17, 2025 | 2015 – auf dem Höhepunkt der Flüchtlingsbewegung nimmt Deutschland hunderttausende Schutzsuchende auf. Was hat funktioniert? Und was nicht? Wie ist die Stimmung in Deutschland heute, zehn Jahre später?

Vor zehn Jahren, Ende August 2015, sagte Angela Merkel jenen Satz, der ihre Kanzlerschaft wohl mehr prägte als alles andere: "Wir schaffen das!" Gemeint waren die hunderttausenden Flüchtlinge, vor allem aus Syrien, die die Bundesregierung nach Deutschland einreisen ließ.

Die Reporter sind durchs Land gereist, um zu schauen, wie es den Flüchtlingen heute geht und wie sich Deutschland seither verändert hat.


August 08, 2025

Gastro am Limit: Berlins Restaurants kämpfen ums Überleben

Aug 6, 2025 | Immer weniger Gäste, immer höhere Kosten – Berlins Gastro-Betriebe stehen unter massivem Druck. Richard Reichelt betreibt ein Restaurant in Charlottenburg und spürt die Krise jeden Tag. Viele andere Restaurants mussten bereits schließen. Was steckt hinter der aktuellen Gastro Krise?

July 18, 2025

Ist die Rente noch sicher? | Doku HD Reupload | ARTE

Jul 17, 2025 | Wie kann die Rente heute noch sicher, ausreichend und gerecht sein? Welche Reformen sind dazu nötig - und welche Vorbilder gibt es in Europa? Gemeinsam mit zwei jungen Protagonisten nimmt die Doku unsere Ängste und Vorurteile unter die Lupe und stellt interessante Ideen aus ganz Europa vor. Klar ist: Reformen werden nur gelingen, wenn alle Bürger*innen mitreden!

Die Sicherung der Altersvorsorge ist eine der größten Herausforderungen für die Zukunft Europas. In den nächsten Jahren gehen die sogenannten Babyboomer in den Ruhestand. Manche waren beruflich erfolgreich, andere oft arbeitslos oder Geringverdiener. Frauen erhalten im Schnitt deutlich weniger Rente als Männer. Wie können wir Altersarmut verhindern? Und wie können junge Menschen mit einer Rente rechnen, die zum Leben reicht?

Gemeinsam mit unseren Protagonisten Moritz (19) und Estelle (32) wagt der Film einen Blick in die Zukunft. Estelle lässt sich auf ein Experiment ein: Sie wird von einer Maskenbildnerin alt geschminkt. Wird sie anders über ihre Altersvorsorge denken, wenn sie sich selbst als alte Frau sieht? Moritz engagiert sich in der Generationenstiftung für eine Rente, in die auch Beamte und Selbstständige einzahlen – wie in Österreich, wo die Renten um 70 Prozent höher liegen als in Deutschland. Auch Estelle kann als Französin eine bessere Rente erwarten: Ihre Mutter Helga hat dank gesetzlicher Zusatzrenten ein gutes Auskommen und kann auf ihre Enkel aufpassen, während Estelle arbeiten geht.

Wie kam es dazu, dass das deutsche Rentenniveau so gesunken ist? Und warum gehen die Menschen in Frankreich für ihre Rente auf die Straße? Gemeinsam mit Walter Riester zeigen wir, was bei seiner Zusatzrente schiefging – in Schweden funktioniert sie recht gut. Bei der privaten Vorsorge gibt es immer noch viele falsche Versprechen, vor allem in Polen sind die Menschen enttäuscht.

Dokumentarfilm von Sabine Jainski und Ilona Kalmbach (D 2023, 90 Min)
Video verfügbar bis zum 25/09/2025


December 03, 2024

Krise in der Innenstadt: Wie Shopping-Meilen zur Geisterstadt werden I Zur Sache! Baden-Württemberg

Nov 29, 2024 | Früher kamen selbst Tübinger und Metzinger zum Shoppen nach Reutlingen. Heute zeigt sich ein anderes Bild: Leere Straßen, verwaiste Geschäfte und der nächste Rückschlag steht bevor. Nach der Schließung von Galeria Kaufhof Anfang des Jahres verabschiedet sich auch „Breuninger“. Droht der Innenstadt eine Abwärtsspirale? Auch in Vaihingen-Enz sieht es düster aus: Das letzte Sportgeschäft hat geschlossen, und viele Bürger ziehen es vor, ihre Einkäufe in den großen Märkten am Stadtrand zu erledigen. Nicht nur hier verlieren die Innenstädte an Attraktivität. Sind die glanzvollen Zeiten endgültig vorbei?

August 18, 2024

Was die deutsche Wirtschaft jetzt wirklich dringend braucht | WISO

Aug 18, 2024 | Von Arbeitsethos bis Zuversicht – wer hinter die Kulissen von Wirtschaft und Mittelstand schaut, findet viel davon. Nur die Zahlen sind schlecht. Was ist nur los in Deutschland?

Corona-Folgen, Ukrainekrieg, globale Konkurrenz – all das lastet auf deutschen Unternehmen. Sie ringen mit hohen Energiepreisen, Fachkräftemangel, Bürokratie, politischen Vorgaben. Dennoch heißt es oft: Wir wuppen das, denn die Substanz stimme doch. Stimmt das noch?


February 08, 2024

Bürgergeld-Debatte: Lohnt sich Arbeit noch? | Markus Lanz vom 07. Februar 2024

Feb 8, 2024 | Die deutsche Wirtschaft stagniert so stark, wie keine andere in Europa. Auf Grundlage dieses Fakts diskutieren bei Markus Lanz die Gäste mit- und teils gegeneinander, inwieweit Arbeit in Deutschland attraktiver gemacht werden kann. Denn durch die Erhöhung des Bürgergelds scheint die Grenze zwischen Niedriglohn-Arbeit und sozialer Hilfe in Teilen gering geworden zu sein.

Dies ist allerdings nur ein Teil des aktuellen Problems mit Arbeitskräften in Deutschland für einige der Talkgäste. Besonders die Forderung nach einer Vier-Tage-Woche von der SPD-Co-Vorsitzenden Saskia Esken sorgt für Gesprächsstoff. Der Journalist Daniel Sturm kritisiert die Chefin von SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert, der auch bei Markus Lanz in der Sendung sitzt. Sturm kritisiert, dass gerade in der jetzigen Zeit, in der auch die Rentenfinanzierung aufgrund der Babyboomer ein Problem darstellen, Arbeit nicht mehr so gefordert werde. Vor allem von der eigentlichen Arbeitspartei SPD, die eher eine soziale Partei geworden sei.

Zwischen ihm und Kevin Kühnert entsteht eine Diskussion, in der ebenfalls die Rente mit 63 ein Thema wird. Kevin Kühnert verteidigt diese, denn eine Person, die 45 Jahre lang gearbeitet hat, hätte das Recht darauf, früher in Rente zu gehen. Es sei eine freiwillige Entscheidung, mit 63 in Rente zu gehen, kein Muss.

Doch was Herr Kühnert nicht einfach so auf sich sitzen lassen kann, ist der Vorwurf, dass die SPD in den vergangenen Jahren nichts für bessere Arbeitsbedingungen getan hätte. Ohne die SPD, so erklärt er, würde es heute gar keinen Mindestlohn von zwölf Euro geben. Viele Parteien hätten dagegen gestimmt und hätte die SPD nicht darauf gepocht, so würde es immer noch einen Mindestlohn von sieben Euro gebe.

Weitere Gäste in der Sendung:

Veronika Grimm, Ökonomin Als eine der fünf Wirtschaftsweisen ordnet sie die Wirtschaftspolitik der Ampel-Regierung ein. "Die andauernden faulen Kompromisse machen die Menschen nur noch unzufriedener", meint sie.

Martina Nighswonger, Unternehmerin Die Chefin des pfälzischen Chemieunternehmens "Gechem" spricht über die Situation mittelständischer Unternehmen in Deutschland und über Geschäftsrisiken als Folge übermäßiger Bürokratie.


September 01, 2023

Die Angst vor dem Absturz

ZEIT ONLINE: Der deutschen Wirtschaft droht eine längere Schwächephase. Das spüren auch die Menschen im Land. Doch wie berechtigt sind die Sorgen?

Bundeskanzler Olaf Scholz warnt gerne davor, den Standort Deutschland schlechtzureden. Doch inzwischen lässt sich die Lage kaum noch beschönigen, zu offensichtlich ist die Schwäche der deutschen Wirtschaft. Das Wachstum stagniert. Die Inflation ist mit 6,1 Prozent immer noch vergleichsweise hoch und die Stimmung in den Unternehmen schlecht. Der Internationale Währungsfonds prognostiziert für die Bundesrepublik in diesem Jahr einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von 0,3 Prozent. Damit ist Deutschland unter den 22 untersuchten Staaten und Regionen das einzige Land, dessen Wirtschaft in diesem Jahr nicht wächst. » | Eine Analyse von Jurik Caspar Iser | Freitag, 1. September 2023

August 15, 2023

Die Schweizer sind dreimal so reich wie die Deutschen

Die Schweizer sind im Schnitt reicher als die Deutschen. | Bild: AFP

STUDIE ZU GLOBALEN VERMÖGEN

FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG: Die Schweizer sind die reichsten Menschen der Welt. Das liegt nicht zuletzt an ihrem umfassenden Rentensystem.

Die Schweizer sind die reichsten Menschen der Welt. Zu diesem Ergebnis kommt die Credit Suisse (CS) in ihrer jährlichen Studie zur Entwicklung der Haushaltsvermögen in aller Welt. Die Bank hat den seit 14 Jahren erscheinenden „Global Wealth Report“ am Dienstag erstmals gemeinsam mit der UBS vorlegt, unter deren Dach sie vor wenigen Monaten aus der Not heraus schlüpfen musste. Dem Bericht zufolge verfügte jeder erwachsene Schweizer im Jahr 2022 über ein durchschnittliches Vermögen von gut 685.000 Dollar. Darin ist neben dem Finanzvermögen auch der Immobilienbesitz enthalten. Zwar sind die Vermögen gegenüber dem Vorjahr vor allem wegen der deutlich gefallenen Aktienkurse um rund 13.000 Dollar gesunken. Trotzdem behaupteten die Eidgenossen ihre Spitzenposition in der Reichenrangliste, die sie schon seit einigen Jahren innehaben. » | Von Johannes Ritter, Zürich | Dienstag, 15. August 2023

November 18, 2022

Deutschland wird ärmer - Abschied vom deutschen Wohlstand? | ZDFzeit

Nov 16, 2022 | Das Wohlstandsversprechen ist Teil der deutschen Identität, Fundament der deutschen Nachkriegsdemokratie. Jetzt aber stellt sich die Frage: Ist der "Wohlstand für alle" nur noch Illusion? In Folge des Ukraine-Krieges steigen die Energiepreise für Gas und Öl - insbesondere das Erdgas wird teurer, weil Deutschland viel davon aus Russland bezieht. Die Diskussion ums Energiesparen läuft.

November 02, 2021

Renten steigen 2022 voraussichtlich um mehr als fünf Prozent

ZEIT ONLINE: Nach einer Nullrunde sollen die Renten im kommenden Jahr offenbar deutlich steigen: im Osten so stark wie seit sechs, im Westen wie seit fast 40 Jahren nicht mehr.

Die etwa 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland können sich nach dpa-Informationen auf eine deutliche Erhöhung ihrer Bezüge im kommenden Jahr einstellen. Nach offizieller Schätzung sollen die Renten demnach im Juli 2022 in Westdeutschland um 5,2 Prozent und im Osten um 5,9 Prozent steigen. Das geht laut dpa aus dem Entwurf des Rentenversicherungsberichts 2021 hervor. Die Deutsche Rentenversicherung will die Öffentlichkeit am Mittwoch über die erwartete Rentenanpassung und ihre Finanzlage informieren. Im Osten ist der Wert wie üblich höher, um das dort niedrige Rentenniveau an das im Westen anzugleichen. » | Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, ale | Dienstag, 2. November 2021