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August 29, 2026

Iran unter wachsendem Druck: Handel bricht ein, Hormus-Streit dauert an

BERLINER ZEITUNG: Teheran gibt die wachsende wirtschaftliche Not im Land zu – weicht im Konflikt mit den USA aber keinen Schritt zurück.

Dieses Foto stammt aus diesem Artikel. | Junge Männer fahren mit Motorrädern am Ufer entlang, während ein Traktor Geräte aus dem Wasser zieht und Handelsschiffe in der Straße von Hormuz vor Anker liegen. | © Razieh Poudat/ISNA/AP/dpa

Sechs Monate nach Beginn des Krieges mit den USA und Israel gerät Irans Wirtschaft zunehmend unter Druck. Präsident Masoud Pezeshkian zufolge ist der Außenhandel infolge amerikanischer Sanktionen und der Blockade iranischer Häfen um fast 35 Prozent eingebrochen. Die jährliche Inflationsrate erreichte zuletzt 66 Prozent, berichtet Reuters. Dennoch signalisiert die Führung in Teheran weder militärisch noch politisch einen Rückzug.

Die Regierung bezeichnete die Bewältigung der wirtschaftlichen Belastungen durch Krieg und Sanktionen in einer über Staatsmedien verbreiteten Erklärung als zentrale Aufgabe. Genannt wurden der Kampf gegen die Inflation, die Stabilisierung der Märkte, die Schaffung von Arbeitsplätzen und Investitionen in die heimische Produktion. Zudem soll Iran schrittweise unabhängiger vom US-Dollar werden.

Auch der neue oberste Führer Ajatollah Mojtaba Khamenei forderte die Regierung schriftlich auf, sich ernsthaft mit Inflation, Arbeitslosigkeit und steigenden Lebenshaltungskosten zu befassen.

Öffentlich gesehen wurde er seit dem amerikanisch-israelischen Angriff vom 28. Februar nicht mehr. Dabei war sein Vater und Amtsvorgänger Ali Khamenei getötet worden. Mojtaba Khamenei soll bei dem Angriff verletzt worden sein. » | Sophie Barkey | Samstag, 29. August 2026

May 10, 2026

Iran-Krieg leert weltweite Ölreserven in Rekordtempo

BERLINER ZEITUNG: Wie lange reichen die Vorräte noch, bevor an den Zapfsäulen und Flughäfen das Öl knapp wird? US-Analysten nennen konkrete Termine.

Der Iran-Krieg lässt die globalen Ölvorräte nach einem Bericht des Finanzdienstes Bloomberg so schnell schrumpfen wie nie zuvor. Die weltweiten Ölbestände seien zwischen dem 1. März und dem 25. April um rund 4,8 Millionen Barrel pro Tag gesunken, berichtete Bloomberg unter Berufung auf Schätzungen der US-Bank Morgan Stanley.

Das sei der stärkste Quartalsrückgang in den Daten der Internationalen Energieagentur (IEA). Rohöl mache knapp 60 Prozent des Rückgangs aus, raffinierte Kraftstoffe den Rest. Hintergrund ist die seit zwei Monaten weitgehend blockierte Straße von Hormus, durch die ein Großteil der Lieferungen aus dem Persischen Golf fließt. In mehreren asiatischen Staaten könnten demnach bereits in wenigen Wochen kritische Versorgungsengpässe auftreten. » | Sophie Barkey | Sonntag, 10. Mai 2026

April 21, 2026

Sicherheitsexperte Neumann sieht Trump in Sackgasse und warnt vor massiven Folgen | ntv

Apr 21, 2026 | Neumann: USA in der Klemme

Kaum geöffnet, schon wieder dicht: Die Straße von Hormus sorgt erneut für Chaos. Der Politikwissenschaftler und Sicherheitsexperte Peter Neumann warnt vor massiven Folgen - von steigenden Ölpreisen bis hin zu einer möglichen Weltwirtschaftskrise - und sieht Trump in einer Sackgasse.


April 18, 2026

Navidi: Straße von Hormus nicht wirklich offen | ntv

Apr 18, 2026 | Für die Zeit der Waffenruhe im Libanon hebt der Iran die Blockade der Straße von Hormus auf. Doch die Öffnung hat Einschränkungen: "Es ist freier", aber "nicht wirklich frei", erklärt Sandra Navidi. Trotz vorsichtigem Optimismus warnt die USA-Expertin vor Szenarien, die "zum Teil katastrophal" ausfallen könnten.

April 11, 2026

Sandra Navidi zur Hormus-Maut | ntv

Apr 11, 2026 | Die Gebühren, die der Iran für die Passage der Straße von Hormus verlangen will, lösen beim US-Präsidenten zunächst Empörung aus. Kurze Zeit später heißt es, man wolle mitverdienen. Für Sandra Navidi ist das keine Überraschung: "Es geht um Erpressung. Da ist Donald Trump natürlich ganz vorne dabei."

April 06, 2026

Navidi: USA sind geschwächt - Steigender Ölpreis setzt Weltwirtschaft unter Druck | ntv

Apr 5, 2026 | Trump: "Öffnet die verdammte Straße, ihr verrückten Bastarde"

Die Lage in der Straße von Hormus scheint sich nicht zu entspannen: "Man fragt sich tatsächlich, ob Trump den Ölpreis absichtlich in die Höhe treiben will", meint Expertin Sandra Navidi. Derweil reiße der Krieg ein immer größer werdendes Haushaltsdefizit in die US-Staatskasse.


April 02, 2026

Trump eskaliert gegen den Iran: Kommt jetzt der große Finanz-Crash?

BERLINER ZEITUNG: Donald Trump zieht gegen den Iran nicht zurück. An den Börsen steigt die Nervosität. Der gefürchtete „perfekte Sturm“ braut sich zusammen.

Seit dem US-Angriff auf den Iran wird immer öfter von einem „perfekten Sturm“ gesprochen, wird der „schwarze Schwan“ gesucht – also ein unvorhergesehenes Ereignis, das einen Absturz auslöst. Spekulanten mit Insider-Wissen beschleunigen Entwicklungen. Irgendwann erreicht der Irrsinn dann auch Haushalte, Familien und die reale Wirtschaft.

Donald Trump hat mit seiner Rede am Donnerstag klargemacht, dass er nicht daran denkt zu deeskalieren. Der amerikanische Präsident kündigte an, den Iran in den kommenden Wochen „extrem hart“ zu treffen. Er machte damit die Hoffnung auf ein Ende des Kriegs im Nahen Osten zunichte.

Mehrere US-Geheimdienste sollen laut New York Times in den vergangene [sic] Tagen zu dem Schluss gekommen sein, dass die iranische Regierung nicht bereit sei, substanzielle Verhandlungen aufzunehmen. Trump sagte, Washington werde seine Kriegsziele „sehr bald“ erreichen. Und weiter in der ihm eigenen unflätigen Sprache: „Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen. Wir werden sie in die Steinzeit zurückversetzen, dorthin, wo sie hingehören.“ Zugleich sagte er den amerikanischen Verbündeten, sie müssten „die Führung übernehmen“, um die Straße von Hormus wieder für Öllieferungen zu öffnen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erteilte der Forderung Trumps am Donnerstag postwendend eine Abfuhr. Es sei nicht möglich, die Straße mit militärischer Gewalt offenzuhalten, sagte Macron während eines Staatsbesuchs in Südkorea. » | Michael Maier | Donnerstag, 2. April 2026