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July 04, 2026

Deutschland — Constantin Schreiber: „Droht uns die Verarmung?“

Jun 1, 2026 | Immer mehr Menschen in Deutschland sind arm. Die Armutsquote ist in den vergangenen Jahren gestiegen und betrifft inzwischen rund 13 Millionen Menschen.

Besonders alarmierend ist, dass immer mehr Menschen trotz Arbeit armutsgefährdet sind und kaum finanzielle Rücklagen bilden können. Viele Beschäftigte arbeiten ihr gesamtes Leben, müssen aber dennoch befürchten, im Alter nur eine geringe Rente zu erhalten. Die steigende Nachfrage bei Tafeln und Lebensmittelhilfen zeigt, dass finanzielle Not längst nicht mehr nur Randgruppen betrifft.

Gleichzeitig wächst der Wohlstand in vielen anderen Ländern schneller als in Deutschland, während die deutsche Wirtschaft unter schwachem Wachstum, hohen Kosten und mangelnden Investitionen leidet. Immer mehr Menschen leben finanziell auf Kante und können unerwartete Ausgaben kaum noch bewältigen.


February 21, 2025

Warum ist Reichtum so ungerecht verteilt? | 42 - Die Antwort auf fast alles | ARTE

Feb 21, 2025 | Die einen fliegen für viele Millionen Dollar touristisch ins All oder feiern gigantische Hochzeiten – während die anderen noch immer in Slums von wenigen Dollar am Tag leben. Obwohl die Wirtschaft wächst wie noch nie zuvor in der Menschheitsgeschichte, ist der erzeugte Wohlstand ziemlich ungleich verteilt. Warum ist das so?

Schaut man sich die Entwicklung der Weltwirtschaft an, dann sieht die Sache erst einmal gar nicht so schlecht aus: Der globale Wohlstand ist in den vergangenen Jahrzehnten massiv gewachsen. Vor allem in China haben sich viele Menschen aus bitterer Armut befreien können. Weil aber das enorme Wachstum in Asien nicht nur die Armen etwas weniger arm, sondern vor allem die Reichen viel reicher gemacht hat, ist die Vermögensungleichheit insgesamt immer noch ziemlich groß: Den oberen zehn Prozent der Weltbevölkerung gehören aktuell 76 Prozent aller Vermögen – die untere Hälfte kann gerade mal zwei Prozent aller Reichtümer ihr Eigen nennen. Wie ist diese extreme Ungleichheit zu erklären?

Viele Sozialwissenschaftlerinnen machen vor allem die Staaten verantwortlich: Wer Ungleichheit abbauen wolle, müsse umverteilen – vor allem durch Steuern und das Sozialsystem. Im Zuge der Wirtschaftspolitik des sogenannten Neoliberalismus seien in den vergangenen 40 Jahren diese Umverteilungsmechanismen allerdings weltweit mehr und mehr zurückgefahren worden. Der Wirtschaftswissenschaftler Ignacio Flores von der Paris School of Economics hält das für eine Fehlentwicklung. Wirtschaftswachstum und Umverteilung hin zu einer egalitären Gesellschaft schließen sich seiner Meinung nach gar nicht aus. Ein gutes Beispiel seien die sogenannte Trente Glorieuse, die 30 wirtschaftlich starken Jahre ab 1945 nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs – in Deutschland die Zeit des Wirtschaftswunders. Nach den Schrecken von Faschismus und im Angesicht des sowjetischen Sozialismus hätten Frankreich und Deutschland massiv in Umverteilung und Sozialstaat investiert – und die Wirtschaft sei dennoch in einem Ausmaß gewachsen, wie es heute kaum noch vorstellbar ist.

Muss also einfach der Sozialstaat der Nachkriegszeit zurückgeholt werden? Oder braucht es – für mehr Gleichheit – doch tiefere Eingriffe in das Wirtschaftssystem? Und wie viel Gleichheit beim Wohlstand ist eigentlich wünschenswert?

Wissenschafts-Dokureihe, Regie: Max Lebsanft (D 2024, 28 Min)
Video verfügbar bis zum 23/02/2028


August 21, 2024

Argentinien: Staatssanierung auf Kosten der Bevölkerung? | DW Nachrichten

Aug 21, 2024 | Argentiniens Präsident Milei setzt drastische Kürzungen der Staatsausgaben durch Als Folge verlieren viele Menschen ihre Jobs. Die Inflationsrate sinkt, die Armut steigt. Vor allem Rentnerinnen und Rentner leiden - und protestieren.


Genau das, was ich bei Mileis Amtsantritt geschrieben habe! Mileis Wirtschaftspolitik wird nur Elend bringen, und am Ende wird seine Politik wenig lösen. Ein weiteres rechtsextremistisches Experiment ist sicherlich zum Scheitern verurteilt. – © Mark Alexander

May 15, 2017

Arm trotz Arbeit – so viele Menschen trifft es in der Schweiz


TAGES ANZEIGER: Über eine halbe Million Menschen in der Schweiz leben unter der Armutsgrenze. Besonders gefährdet sind Erwerbslose und Alleinerziehende.

Rund 570'000 Menschen sind im Jahr 2015 in der Schweiz von Einkommensarmut betroffen gewesen. Verglichen mit dem letzten Jahr ist die Armut hierzulande damit leicht angestiegen, vermeldet das Bundesamt für Statistik (BFS). Im europäischen Vergleich steht die Schweiz aber noch gut da.

Von Einkommensarmut betroffen waren 7,0 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung in Privathaushalten. Im Jahr zuvor waren es rund 530'000 Menschen oder 6,6 Prozent gewesen. 2015 betrug die Armutsgrenze durchschnittlich 2239 Franken pro Monat für eine Einzelperson und 3984 Franken für zwei Erwachsene mit zwei Kindern. Weiter lesen und einen Beitrag abgeben » | Montag, 15. Mai 2017

October 10, 2016

Die ungleichen Staaten von Amerika – Doku


Im Schatten der Armut und im Licht des Reichtums

Die Dokumentation zeigt Armut und Reichtum in den USA. Das Thema "Geld" ist in den Vereinigten Staaten naturgemäß eng verbunden mit dem "American Dream". Vom Tellerwäscher zum Millionär, davon träumen viele Amerikaner noch immer. Doch viele Menschen fallen in den reichen USA durchs Raster. ZDFinfo zeigt ihre bewegenden Schicksale, gibt aber auch Einblick in den "American Dream" und zieht dabei Vergleiche zum Wohlstand in Deutschland.

Die USA sind Spitzenreiter, was die Ungleichverteilung des Vermögens angeht. In der amerikanischen Gesellschaft sind sehr wenige sehr reich und sehr viele erschreckend arm. Die US-Statistikbehörde meldete im Jahr 2014 fast 47 Millionen arme Amerikaner. Die Kluft wächst unaufhaltsam. Doch die meisten US-Bürger sind überzeugt: Im Land der Freiheit ist es nicht die Aufgabe des Staates, soziale Ungleichheit zu bekämpfen. Die Verantwortung trägt jeder für sich.

Ein Mythos bröckelt Ungleichheit gibt es in den USA seit jeher - sie ist Triebfeder für eine dynamische Wirtschaft, in der die Mittelklasse die Möglichkeit zum Aufstieg hat. Solange alle vom "American Dream" träumen können, wird den Millionären und Superreichen neidlos Respekt gezollt. Doch seit der Finanzkrise bröckelt dieser Mythos.



August 31, 2016

Reich gegen Arm - Die Gewinner der Krise – Doku


Während der Mittelstand unter Sparpaketen und Sozialkürzungen stöhnt, sind die Vermögen der Reichen um bis zu 17% angewachsen. Nach dem ´Global Wealth Report´, dem jährlichen Bericht der Boston Consulting Group, schreitet die Konzentration des globalen Vermögens in den Händen weniger Reicher stetig fort: mittlerweile besitzen die 1% Millionärshaushalte 40% des weltweiten Vermögens. Die Politik, die diese Umverteilung von Unten nach Oben verhindern sollte, unterstützt sie de facto.

October 17, 2012

Armutskonferenz: Schere zwischen Arm und Reich schadet Gesellschaft

WIENER ZEITUNG: Kluft wächst. / 511.000 Österreicher leben unter der Armutsgrenze.

Wien. Die Armutskonferenz hat anlässlich des heutigen Internationalen Tags der Beseitigung von Armut am Mittwoch bei einer Pressekonferenz vor den Auswirkungen einer größer werdenden Schere zwischen Arm und Reich für die Gesellschaft gewarnt. Laut Statistik leben 511.000 Österreicher unter der Armutsgrenze, was sich negativ auf ihre Lebenserwartung und Gesundheit auswirke, und am Ende höhere Kosten für die Gesellschaft bedeute.

Die Ungleichheit in Österreich wachse, so Martin Schenk, Sozialexperte der Diakonie Österreich. In vielen Haushalten müsse am Monatsende die Entscheidung getroffen werden, ob man die Miete zahlen oder sich beim Supermarkt Essen kaufen wolle. "Das sind Entscheidungen, die furchtbar sind, die aber in Österreich stattfinden." Grund für die Unterschiede ist laut Schenk die steigende Zahl von Menschen mit prekären Jobs, die von ihrem Gehalt nicht mehr leben können. Noch stärker seien die Unterschiede beim Vermögen, in das auch Immobilien, Aktien und Unternehmensbeteiligungen einberechnet werden: "Die obersten zehn Prozent der Bevölkerung besitzen die Hälfte des Gesamtvermögens." » | Mittwoch, 17. Oktober 2012

September 21, 2012

March 30, 2012

Fast jeder 13. Schweizer lebt unter Armutsgrenze

Immer mehr Menschen sind auf vergünstigte Lebensmittel angewiesen. In Caritas-Märkten ist der Umsatz seit 2006 stetig gestiegen. Letztes Jahr lag er zum ersten Mal bei über 9 Millionen Franken. In der Schweiz ist arm, wer mit weniger als 2200 Franken im Monat auskommen muss.

Tagesschau vom 29.03.2012

February 27, 2012

In Griechenland steigt die Armut

Weil die Wirtschaftslage in Griechenland immer schlechter wird, leben fast 30 Prozent der Griechen unterhalb der Armutsgrenze. Internationale Hilfsorganisationen müssen helfen.

Tagesschau vom 26.02.2012

December 18, 2011

Steigende Armut in Griechenland

Rund 20 Prozent mehr Obdachlose in der Hauptstadt Athen

NZZ ONLINE: Wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise leben im hoch verschuldeten Griechenland nach Angaben von Politikern und Sozialverbänden immer mehr Menschen in Arbeitslosigkeit und Armut.

Griechenland ist mit einer steigenden Armut konfrontiert. In der Hauptstadt Athen sei die Zahl der Obdachlosen im Jahr 2011 um 20 Prozent gestiegen, zitiert die Tageszeitung «Ethnos» in ihrer Samstagsausgabe Bürgermeister Giorgos Kaminis. Auch in den Suppenküchen der Stadt habe die Nachfrage um 15 Prozent zugenommen. Angesichts der Lage forderte Kaminis mehr finanzielle Hilfen des Staates. » | sda | Samstag 17. Dezember 2011

April 26, 2011

Die Reichen werden reicher

Die Gewerkschaften prangern die grossen Unterschiede zwischen reich und arm und den Lohnempfängern an. Die Schweiz werde immer reicher, aber nur wenige profitieren davon. Anders sieht das die Arbeitgeberseite. Reaktion von Thomas Daum, Direktor Schweizerischer Arbeitgeberverband

Tagesschau vom 26.04.2011

June 22, 2010

Umfrage: Europäer sehen sich von wachsender Armut umgeben

WELT ONLINE: Viele EU-Bürger glauben, dass in ihrem jeweiligen Land die Armut zugenommen hat. Vor allem Griechen und Franzosen sehen ihre Heimat verarmen.

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Armut in Deutschland: Ein Mann sucht in einem Abfalleimer in Köln nach Verwertbarem. Foto: Welt Online

Immer mehr Europäer glauben, in ihrem Land habe die Armut in den vergangenen zwölf Monaten zugenommen. Wie EU-Sozialkommissar Laszlo Andor in Brüssel unter Berufung auf eine neue Eurobarometer-Umfrage mitteilte, sind bei Griechen, Franzosen und Bulgaren sogar mehr als vier Fünftel der Befragten dieser Auffassung.

In Deutschland gaben 57 Prozent der Befragten an, die Armut habe zugenommen. Das sind etwas weniger als im EU-Schnitt von 60 Prozent. Andor sagte, Armut stelle in der EU ein großes Problem dar. Die gegenwärtige wirtschaftliche und finanzielle Lage verschärfe die Situation. >>> KNA/cn | Dienstag, 22. Juni 2010

February 17, 2010

11,5 Millionen Arme in Deutschland

BERLINER ZEITUNG: DIW: Anstieg seit 1998 um ein Drittel / Besonders Kinder und Jugendliche betroffen Westerwelle verlangt Umbau des Sozialstaats / Debatte bestimmt politischen Aschermittwoch

Berlin - Jeder siebte Bürger in Deutschland lebte 2008 an der Grenze zur Armut oder war arm. Das waren 11,5 Millionen Menschen und damit rund ein Drittel mehr als noch vor zehn Jahren. Das belegt eine gestern vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung vorgelegte Studie, die zugleich dem Streit über Harz IV und die Ausgestaltung des Sozialstaates neue Brisanz gab. Die Debatte prägte auch die Veranstaltungen zum politischen Aschermittwoch. >>> | Donnerstag, 18. Februar 2010

June 12, 2009

«Ich bin alt und arm, habt Mitleid mit mir»

TAGES ANZEIGER: Einst war sie eine der reichsten Frauen der Welt, stolze Besitzerin von 3000 Paar Schuhen. Jetzt hat Imelda Marcos, die Witwe des früheren philippinischen Diktators, angeblich kein Geld mehr.

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Tränen der Armut: Imelda Marcos. Bild dank dem Tages Anzeiger

Mit Tränen in den Augen stand die glamouröse First Lady der Philippinen in dieser Woche vor Gericht in Manila. Immer wenn Imelda Marcos die philippinische Hauptstadt verlassen will, muss sie sich der Justiz stellen - dies als Konsequenz der andauernden rechtlichen Probleme der Familie Marcos, die vor mehr als 20 Jahren begannen. Unter anderem hatte sich die Familie des früheren philippinischen Diktators Ferdinand Marcos riesige Vermögen angeeignet, die zum Teil auf Schweizer Banken parkiert wurden. >>> vin | Freitag, 12. Juni 2009

May 16, 2009

Massenarbeitslosigkeit und Armut: Proteste in ganz Europa

TAGES ANZEIGER: In europäischen Grossstädten sind Hunderttausende auf die Strasse gegangen – aus Angst vor Stellenabbau und Armut. In Berlin war auch eine Schweizer Rede zu hören.

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Massenbewegung: Auch in Berlin zeigten die Menschen ihre Sorgen und forderten mehr Gerechtigkeit. Photo dank dem Tages Anzeiger

Die Menschen protestierten gegen den Sozial- und Stellenabbau, der wegen der Wirtschaftskrise immer mehr um sich greift. In Berlin versammelten sich am Samstag nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) 100'000 Menschen; laut der Polizei waren es mehrere zehntausend. Unter dem europaweiten Motto «Fight the crisis – put people first» zogen die Demonstranten in zwei grossen Protestzügen durch die Innenstadt. >>> raa/sda | Samstag, 16. Mai 2009

THE TELEGRAPH: Europe in Deepest Recession Since War as Germany Suffers

German economic policy is "bankrupt", economists have said.

The declaration was made as it emerged that Europe's biggest economy has now suffered a worse "lost decade" than Japan and is deeper in recession than any other major economy.

On a day of dismal news for the European economy, official figures also showed that Italy, Austria, Spain and the Netherlands are facing their biggest combined slump in post-war history, sparking warnings about the potential for social unrest throughout Europe. >>> By Edmund Conway and Angela Monaghan | Friday, May 15, 2009