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February 26, 2009

Staatliche Kontrolle: Obama will die Finanzmärkte weltweit regulieren

WELT ONLINE: Die Finanzmärkte müssen sich ändern, und zwar schnell und drastisch: US-Präsident Barack Obama forderte bei einem Treffen mit Wirtschaftsexperten des US-Kongresses eine stärkere Regulierung der Märkte. Bis zum G-20-Gipfel am 2. April in London soll ein Regelwerk ausgearbeitet werden.

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Scheinbar will Obama gar alles regulieren. Sicherlich wird er alles ganz anders machen als Reagan und Thatcher, die an die Macht gekommen waren, um die Leute zu befreien und die Wirtschaft durch Deregulierung einen Stoß vorwärts zu geben. Die Amerikaner sollten übers Wasser blicken, um zu sehen was Sozialismus mit sich bringt! Dann werden sie sehen können, was ihnen bevorsteht, und sie werden auch sehen können, was für Mist sie gebaut haben, in dem sie dieser Unerfahrene an die Macht gebracht haben! – ©Mark Foto dank der Welt

US-Präsident Barack Obama dringt auf eine zügige Reform der Finanzmarkt-Regularien. „Wir können die Märkte des 21. Jahrhunderts nicht mit den Bestimmungen aus dem 20. Jahrhundert aufrecht erhalten“, sagte er im Anschluss an ein Treffen mit Finanzminister Timothy Geithner und Wirtschaftsexperten des US-Kongresses.

Die aktuelle Finanzkrise sei nicht unvermeidbar gewesen, sagte Obama. Die gesetzlichen Regeln für den Banken- und Finanzsektor seien nicht den Änderungen der Branche angepasst worden.

Der US-Präsident kündigte strenge staatliche Aufsicht für Unternehmen an, deren Geschäfte die Sicherheit des Marktes beeinträchtigten. >>> Quelle: AFP | Donnerstag, 26. Februar 2009

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January 31, 2008

Ben Bernankes Wiederwahl gerät in Gefahr

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Foto von Ben Bernanke dank der Welt

WELT ONLINE: Die drohende Rezession und die Turbulenzen an den Finanzmärkten bringen den US-Notenbankchef in Bedrägnis. Egal was Ben Bernanke derzeit macht, die Kritiker melden sich immer lauter zu Wort. Einige sehen bereits seine Wiederwahl gefährdet.

Ben Bernanke ist nicht zu beneiden. In dieser Woche hat der mächtigste Währungshüter der Welt die Hälfte seiner vierjährigen Amtszeit hinter sich gebracht. Doch nach Feiern dürfte dem Nachfolger Alan Greenspans an der Spitze der amerikanischen Notenbank Federal Reserve (Fed) nicht zumute sein. Seit im Sommer vergangenen Jahres die lange aufgestaute Immobilienblase in den USA geplatzt ist, seit die Börsen trudeln und die Wirtschaft schwächelt, steht Bernanke so stark unter Druck wie nie zuvor. Und egal was der oberste Hüter des Dollar tut oder unterlässt – aus Sicht der Finanzmärkte ist es momentan immer irgendwie das Falsche.

Erst warfen ihm die Beobachter der Notenbank vor, zu zögerlich vorzugehen. Statt die angeschlagene US-Wirtschaft zu retten, warte der oberste Dollar-Hüter einfach nur ab, kritisierten die mächtigen Banker an der Wall Street in New York die mangelnde Effizienz der Fed in Zeiten der Finanzkrise.

Doch nun, da Bernanke die Leitzinsen binnen zwei Wochen um insgesamt 1,25 Prozentpunkte nach unten gedrückt und damit die geldpolitische Reißleine so stark gezogen hat wie kaum ein Fed-Präsident vor ihm, ist es den Beobachtern auch wieder nicht recht. Zwei so große Zinssenkungen in so kurzer Zeit – das zeuge von Panik. Bernanke habe offensichtlich die Nerven verloren, lästerten Fernsehkommentatoren im Anschluss. Längst wird in New York und Washington daher auch darüber spekuliert, ob Bernanke unter diesen Voraussetzungen überhaupt das Zeug dazu hat, nach Ablauf seiner Amtszeit erneut in das oberste geldpolitische Amt gewählt zu werden. Notenbankchef: Ben Bernankes Wiederwahl gerät in Gefahr >>>

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January 22, 2008

Kommentar von Ulrich Schäfer: Die Party ist aus

SUEDDEUTSCHE: Nichts lässt sich leichter zerstören als Vertrauen: Das gilt im normalen Leben, aber erst recht an der Börse, die schon seit Jahren kein Teil des normalen Lebens mehr ist.

Die Finanzmärkte haben sich losgelöst von der realen Wirtschaft; die Kurse sind schier unaufhaltsam gestiegen - obwohl schon seit langem überall Risiken lauerten. Energie und Rohstoffe? Wurden immer teurer. Amerikas Aufschwung? War wackelig. Der Dollar? Stand vor dem Absturz.
Jeder, der sehen wollte, konnte diese Gefahren sehen; jeder, der halbwegs nüchtern war, hätte in den vergangenen zwei, drei Jahren vorsichtig sein müssen, spätestens aber seit dem vorigen Sommer. Doch die Börse gleicht bisweilen einer wüsten College-Party: Weil jeder säuft, saufen alle mit. Und am Ende sind alle so besoffen, dass die Veranstaltung außer Kontrolle gerät.

Zusammenbruch in Zeitlupe

Banken und Börsianer hatten zuletzt geglaubt, dass es den immerwährenden Aufschwung gibt, die ewige Party; sie hatten darauf vertraut, dass die Kurse nur eine Richtung kennen - nach oben; sie wussten schier nicht wohin mit dem vielen Geld, mit dem die Notenbanken in den vergangenen sieben Jahren die Welt überschwemmt haben; sie haben die leicht verfügbaren Milliarden in ein Schattenreich gepumpt, das außerhalb des normalen Finanzsystems entstanden ist, in sogenannte Zweckgesellschaften außerhalb der Bilanz, deren wesentlicher Zweck darin bestand, die wahren Risiken zu verschleiern.

Neben das normale Bankensystem trat ein zweites. Kredite gab es deshalb im Überfluss, für den privaten Kunden ebenso wie für den Finanzinvestor; wer wollte, konnte sich mühelos viel Geld leihen, um ein Haus zu kaufen - oder ein ganzes Unternehmen.

Doch seit einigen Monaten kollabiert nun dieses aufgeblasene System: erst in Zeitlupe, nun im Zeitraffer. Der Grund dafür ist, dass die immer noch wichtigste Volkswirtschaft der Erde, die USA, sich in einer schweren Krise befindet, seit Hunderttausende amerikanische Familien die Kredite für ihr Eigenheim nicht mehr bedienen können. Deshalb sind unzählige Zweckgesellschaften und Dutzende Banken, die diese Risiken übernommen haben, in Not geraten.
Wie keine andere Wirtschaftsnation hatten die USA zuvor vom Schattenreich der Kreditinstitute profitiert. Sie waren froh, dass es jemanden gab, der ihren Aufschwung bezahlte, einen Boom auf Pump, finanziert mit geborgtem Geld. Die Party ist aus >>> Von Ulrich Schäfer

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January 16, 2008

Finanzmärkte in Angst vor US-Rezession

NZZ Online: Die US-Börsen haben am Mittwoch ihre Talfahrt fortgesetzt. Enttäuschende Geschäftszahlen von Intel schürten erneut die Furcht vor einer Rezession.

(sda/Reuters) Auch am Mittwoch haben an der Schweizer Börse Verluste auf breiter Front vorgeherrscht. Händler sprachen von einem richtigen Ausverkauf. Als sich im frühen Handel in den USA eine technische Erholung abzuzeichnen schien, erholten sich viele Aktien jedoch vorübergehend von den Tiefstkursen.

Grosse Einbussen erlitten die Banken. Schlechte Nachrichten aus dem amerikanischen Bankensektor belasteten den Markt und schürten Befürchtungen vor weiteren Abschreibungen und einem Abrutschen in die Rezession.

Der Swiss Market Index (SMI) ging 1,59% tiefer mit 7847,52 Punkten aus dem Handel. Bei 7779 Zählern markierte er einen neuen Tiefststand. Nur einer der 20 SMI-Titel konnte Kursgewinne verbuchen. Der breite Swiss Performance Index (SPI) verlor 1,65% auf 6356,56 Punkte. Finanzmärkte in Angst vor US-Rezession: Börsen setzen Talfahrt fort - auch SMI schliesst im Minus >>>

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